Ofenerdiek „Mr. Matt“ erzählt, wie seine Spaghetti nicht in seinem Mund, sondern auf dem Boden landen. Dabei gestikuliert er wild herum. Sein Publikum, die Klasse 4b von Elke Pannemann, macht begeistert mit. Action ist angesagt. „Mr. Matt“ ist kein Lehrer, sondern Schauspieler – und echter Brite. Er bringt den Kindern Englisch mit Spielen und Musik bei. Die Schüler kennen ihn aus Foto-Geschichten aus ihrem Lehrbuch.

Am Mittwoch war „Mr. Matt“ zu Gast in der Grundschule Ofenerdiek. Morgens besuchte er die Kinder im Unterricht, am Nachmittag gab er in einer Lehrerfortbildung mit 150 Teilnehmern erfrischende Tipps für den Englischunterricht.

Solche Lernmethoden nennt Günter Gerngross, ehemals Professor an der Pädagogischen Hochschule Graz, nun tätig für den Schulbuchverlag Klett, „multi-sensorisch“. Studien zeigten, das der Lernstoff besser bei den Schülern hafte, wenn viele Sinne einbezogen werden.

Seit rund zehn Jahren wird in niedersächsischen Grundschulen Englisch unterrichtet. Aber ist das sinnvoll, und werden die Schüler nicht überfordert, wenn sie auch noch eine Fremdsprache lernen sollen?

„Die Kinder sind absolut nicht überfordert“, weiß Elke Pannemann, die auch die Fachkonferenz Englisch an der Grundschule leitet. Im Gegenteil: „Die Kinder lieben das“, fügt Gerngross hinzu.

Die Kinder lernen zunächst nicht Vokabeln und Grammatik, sondern werden spielerisch an die Sprache herangeführt. Im Mittelpunkt stehen Land und Kultur Englands. Auch Noten gibt es erst ab dem vierten Schuljahr. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt auf Hören und Verstehen. Lesen und Schreiben werden vorerst vernachlässigt. „Der Englischunterricht in der Grundschule ist nicht der, den wir früher in der Orientierungsstufe hatten“, erklärt Pannemann.

Wenn es auf die weiterführenden Schulen geht, spielt auch das Schriftbild eine wichtige Rolle. Auch die Anzahl der Wochenstunden wird erhöht. „Das ist zwar eine Umstellung, aber in der Regel sind die Schüler gut vorbereitet“, sagt Elke Pannemann. Zudem würden die Lehrinhalte zwischen den Schulstufen koordiniert.

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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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