Oldenburg „Eine kinderfreundliche Stadt ist eine menschenfreundliche Stadt“, fasste Melanie Blinzler, Geschäfsführerin des Präventionsrates, am Ende das Fachtages das Fazit zusammen. 80 Frauen und Männer aus sozialen und Bildungseinrichtungen gingen am Donnerstag im PFL der Frage nach, welche Übermorgenstadt Kinder brauchen und „was können wir heute dafür tun?“

Zuhören und Mitmachen in Arbeitsgruppen stand auf dem Programm: So ging der Arzt und Psychologe Dr. Eckhard Schiffer darauf ein, wie die positive Entwicklung der Kinder gefördert werden kann über „Stärken stärken“ und unterstützen statt zu bewerten und bestrafen. Er schilderte, dass manche Eltern schon in der Grundschule ihre Kinder zu sehr unter Druck setzten, aus Angst, diese würden in der Leistungsgesellschaft später versagen.

Jugendtherapeutin Gudrun Sahlender-Wulf (Präventionsrat) beeindruckte besonders der von Schiffer beschriebene „Lächeldialog“ zwischen Eltern und Kleinkind, der etwa einem Baby Geborgenheit vermittele. Kontakte, Berührungen und Begegnungen seien die Basis für alles, meinte Mareike van’t Zet (Kinderschutzzentrum) für die AG Prävention. „Es nützt jedoch alles nichts, wenn Mütter und Väter im Sand stecken bleiben“, meinte sie mit Blick auf die gesellschaftlichen Bedingungen für Eltern.

Eine zentrale Anlaufstelle in der Stadt für die Unterstützung von alleinerziehenden Müttern und Vätern wünschte sich Renate Hirsch. Die AG „Alleinerziehende“ hatte sich über Entlastungen für diese Gruppe Gedanken gemacht. Die bessere Koordination von Angeboten zählte zu den Forderungen.

Karde Wirtz kam für den Arbeitskreis „Gute Projekte“ zu dem Schluss, dass es in der Stadt keine Spielplätze für ein- bis fünfjährige Kinder gäbe und dass man auf den Spielplätzen Spielzeugschränke einrichten könne, die allen Jungen und Mädchen zur Verfügung stehen.

Hiltrud Boomgaarden (Evangelische Erwachsenenbildung) sprach sich für die AG „Familienzeitpolitik“ auch für Familienzentren mit Serviceleistungen in der Stadt aus, aber auch für eine Qualitätsverbesserung in Kindertagesstätten.

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Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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