Ein Projekttag zum Klimawandel soll Schülern die Wissenschaft ein Stück näher bringen. Das Projekt der Uni Oldenburg richtet sich an alle Klassen von Stufe 9 bis 13.
Frage: Die Schüler können an Ihrem Projekttag viel über Klimawandel und Klimaforschung lernen. Brauchen wir noch mehr junge Klimaaktivisten?

Verena Niesel: Ja, die Schülerinnen und Schüler sind die Generation von morgen. Gerade die braucht das Wissen der Klimaforschung, um unsere Gesellschaft nachhaltiger gestalten zu können. Viele der Schülerinnen und Schüler sind bereits auf der Straße mit Fridays for Future. Sie haben den Impuls für den Projekttag gegeben, um mehr Jugendliche zu erreichen, um das Klimawissen zu erweitern und ihre Argumentation zu stärken. Die Expertinnen und Experten unterstützen sie dabei.

Frage: Ist das Interesse junger Leute für das Thema Klimawandel gestiegen?

Projekttag zum Klimawandel

KlimaWissen 2021 heißt der Projekttag, der am 25. März von der Uni Oldenburg ausgerichtet wird. Angeregt wurde das Projekt von regionalen Fridays-for-Future-Gruppen. Die Anmeldung ist bis 15. März unter uol.de/klimawissen-2021 möglich.

Dr. Claudia Czycholl ist Referentin der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften der Universität Oldenburg. Sie ist Teil des Organisationsteams für den Projekttag.

Dr. Verena Niesel ist Mitarbeiterin am „Zentrum für Lehrkräftebildung – Didaktisches Zentrum“ an der Uni Oldenburg und Teil des Organisationsteams

Claudia Czycholl: Das Interesse ist sehr groß. Das beste Beispiel ist für mich die Fridays -for-Future-Bewegung. Es ist jetzt etwa zwei Jahre her, dass es den ersten globalen Klimastreik gab. Am 19. März 2021 ist wieder ein globaler Klimastreik. Dass es immer noch Proteste gibt, zeigt, dass die Jugend Veränderungen von der Politik einfordert und nicht nachgibt. Viele Menschen haben damit gerechnet, dass die Bewegung mit der Zeit abflaut. Das ist nicht der Fall. Das finde ich großartig und auch bewundernswert.

Frage: In welche Themenfelder erhalten die Schüler an Ihrem Projekttag Einblicke?

Verena Niesel: Das Spektrum ist breit gefächert. Über 30 Expertinnen und Experten sprechen unter anderem zu Themen aus Politik, Wirtschaft, Biologie oder etwa Küstenforschung. Es geht um Ernährung, erneuerbare Energien oder Recycling. Auch auf die Frage, was mein Smartphone mit dem Klimawandel zu tun hat, wollen unsere Experten den Schülerinnen und Schülern eine Antwort geben.

Das Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven ist auch beteiligt und berichtet von der Expedition in die Arktis.

Frage: Wie geht es nach dem Projekt für die Jugendlichen weiter?

Verena Niesel: Das Projekt findet wegen Corona digital statt. Zunächst haben die Jugendlichen drei Wochen Zeit, sich vorzubereiten. Dafür produzieren die Expertinnen und Experten Videos.

Die Nachfrage am Projekt ist bisher sehr groß. Wenn die Hygienevorschriften es wieder zulassen, wollen wir das Projekt noch einmal als Präsenzveranstaltung an der Universität und am Landesmuseum durchführen.

Frage: Welche Rolle wird die Klimaforschung in den kommenden Jahren in unserer Gesellschaft spielen?

Claudia Czycholl: Nachhaltigkeit und Klimaforschung werden in Zukunft in immer mehr Bereichen eine Rolle spielen. Wenn wir die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einhalten und die globale Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzen wollen, bedarf es großer Transformationen in Politik, Arbeit und Gesellschaft.

Frage: Wie erfüllen wir das Abkommen und erhalten die Erde für den Menschen bewohnbar?

Claudia Czycholl: Klimaschädliche Gase müssen reduziert werden und der Ressourcenverbrauch muss stark zurückgehen. Dies betrifft die Industrie, aber auch uns Individuen.

Verena Niesel: Wir haben das Wissen – aber das alleine reicht nicht. Wir müssen vom Wissen ins Handeln kommen.

Frage: Wie kommen wir ins Handeln, ohne bei den vielen negativen Nachrichten über Klimakatastrophen den Mut zu verlieren?

Claudia Czycholl: Mir gibt Mut, dass sich viele Menschen für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit engagieren. Ausdruck davon ist auch die große Beteiligung am Klimaprojekttag. Ich könnte auch pessimistisch sein. Aber das hilft mir nicht weiter.

Frage: Sie bieten an Ihrer Universität zahlreiche Studiengänge zu Umweltthemen an. Welche sind das und was für Berufsperspektiven habe ich damit?

Verena Niesel: Unsere Universität hat einen Schwerpunkt zur Nachhaltigkeit. Es gibt zum Beispiel Umweltwissenschaften, nachhaltige Ökonomie und erneuerbare Energie. Auch im Lehramtsstudium gibt es viele Angebote mit Nachhaltigkeitsbezug.

Unsere Studierenden haben die besten Voraussetzungen, aktiv an der notwendigen Transformation der Gesellschaft mitzuwirken, ob in der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Selbstständigkeit oder auch in der Schule.

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Nils Hannes Klotz Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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