Verkehr
Nun auch per „Express“ zur Etzhorner Grundschule

Bild: Schulexpress
Das Ziel: Von zwölf Haltestellen aus, die mit blauen Schildern (rechts) gekennzeichnet sind, machen sich künftig auch Etzhorner Kinder auf der Weg zur Grundschule.Bild: Schulexpress
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Etzhorn Bitte zusteigen, oder besser: einreihen. Der „Schulexpress“ startet nun auch an der Grundschule (GS) Etzhorn. Nach der GS Staakenweg (seit 2011), der GS Klingenbergstraße (2014) und der GS Bümmerstede (2015) schließt sich die vierte Grundschule im Oldenburger Stadtgebiet dem Projekt an, das vor 14 Jahren von einer Elterninitiative im Bremer Stadtteil Borgfeld ins Leben gerufen wurde.

Initiatorin war damals Ursula Nölle, Reiseverkehrskauffrau und Mutter von vier Kindern. Sie ist an diesem Mittwoch auch in Etzhorn, wenn der Schulexpress losrollt. Dazu wird an der Grundschule (Butjadinger Straße 355) ein Projekttag veranstaltet, bei dem sich alles um Mobilität und Straßenverkehr dreht – und eigentlich um den sicheren Schulweg.

Darum geht es auch beim Schulexpress. Dessen Prinzip ist einfach: Haltestellen, die mit dem Schild „Schulexpress“ gekennzeichnet sind, dienen als Treffpunkte für Kinder, die gemeinsam zur Schule laufen wollen und direkt in der Nähe einer Haltestelle wohnen. Wenn der Schulweg doch etwas länger ist, können die Treffpunkte auch als Elternhaltestelle genutzt werden. In dem Fall bringen Eltern ihre Kinder zu einer der Haltestellen und die Kinder laufen den restlichen Weg zur Schule. So wird das Parken und Rangieren im Bereich der Schule vermieden und der Verkehr verteilt sich im Einzugsgebiet der Schule. Außerdem werden Autokilometer reduziert.

Für die Grundschule Etzhorn wurden zwölf Haltestellen eingerichtet. Den Angaben zufolge wird das Projekt im Stadtnorden gefördert und unterstützt vom Bürgerverein Etzhorn, von der Handelskrankenkasse (HKK), dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUV) Oldenburg, der Firma Sila Signaltechnik und dem Förderverein der Schule.

An diesem Mittwoch sollen die Schulkinder auf unterschiedliche Weise auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Beispielsweise stellt die Firma Springer & Sohn einen Lastwagen, um den Kindern der vierten Klasse 4 den „Toten Winkel“ und die Fahrphysik eines Lkw näher zu erklären. Auf dem Fahrradparcours, der aus Alltagsgegenständen aufgebaut wird, können Kinder der dritten Klassen ihr Geschick ausprobieren. Erst- und Zweitklässler dürfen in der Turnhalle radeln. Außerdem wird der Verkehrssicherheitsberater der Polizei mit den Kindern in Etzhorn unterwegs sein und die „Gelben Füße“ auftragen, damit die Kinder wissen, an welchen Stellen sie am besten die Straße überqueren sollen.

Sicherheit ist aber nur ein Aspekt des Projekts Schulexpress, so die Initiatoren. Es biete noch viel mehr, werben sie für weitere Teilnehmer. Die  Kinder bekämen mehr Bewegung und würden vor und nach der Schule Sauerstoff tanken. „Allein“ zur Schule zu gehen fördere das Selbstbewusstsein und gebe praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Verkehr. Außerdem werde die Umwelt entlastet. Also: bitte einreihen.

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