Oldenburg „Die Zukunft gehört uns“, schienen sie sagen zu wollen. Fürs Erste reichte ihnen aber der Pferdemarkt. Den hatten die Abiturienten am Freitagnachmittag allerdings fest in der Hand. Bei der „Abi Zensation“ feierten hunderte Schulabgänger sich selbst und ihren Erfolg bei den überstandenen Prüfungen.

Die letzten Monate waren für viele der jungen Leute hart und bestimmt vom Lernen und dem Schreiben von Klausuren. Kein Wunder, dass Abiturienten wie Pia Vosteen (17) vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn froh sind, dass sie nun endlich wieder entspannen und ein wenig Party machen können. Sie wolle nun eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel bei Nanu-Nana beginnen, erzählte die 17-Jährige. Aber daran wolle sie erst nach der Feier wieder denken. „Ich finde es gut, dass so etwas wie die Abi Zensation organisiert wurde.“

Die Schulabgängerin war nicht die einzige, die für die Freiluftfete aus dem Umland angereist war. Ob Bad Zwischenahn, Großenkneten oder Jade – viele junge Erwachsene nutzten die Chance, gemeinsam das zu feiern, worauf alle gleichermaßen hingearbeitet haben.

Natürlich wurden immer mal wieder die Köpfe zusammengesteckt, um sich gegenseitig abzufragen, wie die nächsten Schritte nach der Schule aussehen. Gerne nutze er die freie Zeit zum Feiern, sagte Keno Harich (19) von der Helene-Lange-Schule. Trotzdem mache er sich, wie viele andere auch, natürlich Gedanken um die Zukunft.

Doch auf Sorgen und Zweifeln lag an diesem Tag nicht der Fokus. Den Tag und diese besondere Schwerelosigkeit des Erfolgs zu genießen, war angesagt. So wie es Vanessa Brandes vom Wirtschaftgymnasium Oldenburg tat. „Ich fühle mich jetzt erleichtert und bin auch ein bisschen stolz auf das, was ich geleistet habe“, sagte die 19-Jährige. Ina Claußen (19), die ihren Abschluss an der selben Schule gemacht hat, fand, dass die Lehrer viel mehr Stress gemacht hätten, als nötig gewesen wäre.

Doch solche Widrigkeiten waren schnell vergessen. Spätestens am späteren Nachmittag, als der Pferdemarkt so richtig voll wurde und die laute Musik von den Housedestroyern, DJ Def, Newcold und anderen Künstlern die Masse zum tanzen brachte, lebten die jungen Erwachsenen nur noch den Moment. Louis Claaßen (18) von der BBS Wechloy fasste es kurz und knapp zusammen: Wie er sich nun nach den Abschlussprüfungen fühle? „Bestens – besser geht es nicht!“

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