Oldenburg „Elvis“ hat schon einiges mitgemacht. Davon kündet ein roter Flicken auf seinem Rücken, der das blaue Fell des kleinen Stoffelefanten zusammenhält. Und nun auch noch das: Während einer Südafrika-Reise fällt er unbemerkt aus dem Rucksack seiner Besitzerin. Der kleine Elefant macht sich alleine auf den Weg nach Hause, der ihn durch einen fremden Kontinent führt. „Elvis“ durchquert den afrikanischen Busch, lernt seine riesigen „echten“ Artgenossen kennen und erlebt, was den Menschen und Tieren in Afrika täglich widerfährt.

Das Stofftier ist die Hauptfigur eines Kinderbuches, das derzeit am Herbartgymnasium im Seminarfach 593 des Abiturjahrgangs 2017 entsteht. Zwölf Schülerinnen und Schüler im 12. Jahrgang, die ein gesellschaftswissenschaftliches Profil angewählt haben, verarbeiten dabei kindgerecht Texte ihrer Facharbeiten. In den Dossiers hatten sie sich im vergangenen Schuljahr mit dem Oberthema „Afrika – der fremde Kontinent“ beschäftigt. Im Mittelpunkt der Facharbeiten standen Afrikas Probleme wie Wilderei, Wassermangel, ungleiche Ressourcenverteilung, Kinderarbeit und Hunger. Diese Themen für Kinder verständlich zu machen, stelle die „größte Herausforderung“ dar, erläutert Lehrer Matthias Stenzel, der die Schüler im Seminarfach anleitet und weiß, wovon er spricht: Er hat von 2007 bis Ende 2012 als Auslandsdienst-Lehrkraft in Südafrika gearbeitet.

Um die schwergewichtigen Inhalte der Facharbeiten auf leichte Weise zu vermitteln, hat der Seminarkurs eben jenen „Elvis“ ersonnen. Miriam Keller (17) zeichnet den freundlich dreinblickenden, knuddeligen Stoffelefanten und die übrigen Figuren, die im Buch eine Rolle spielen. Kaan Pamuk unterstützt sie bei der Umsetzung. „Wir reduzieren die Themen auf die Perspektive dieses kleinen Stofftiers, das in der Fremde Fragen stellt und nach Antworten sucht“, erklärt Merle Weiler, die zusammen mit Christoph Walter und Janne Biermann das dreiköpfige Autorenteam bildet, das die Facharbeiten einbinden soll.

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Bilder und Sätze werden von Sönke Weber und Moritz Kleen miteinander kombiniert – sie erstellen Design und Layout für das sieben Kapitel umfassende Werk. Fertige Texte werden von Leo Fuhrhop und Lukas Hoffmann geprüft. Die beiden Lektoren kümmern sich auch ums „Projektmanagement“.

„Das Kinderbuch soll Verständnis für andere Kulturen, Engagement für eine gerechte Welt und Interesse an globalen Problemen möglichst früh fördern“, erläutert Pia Groothuisen. Zusammen mit Charlotte Walter und Knud Munderloh hat die 17-Jährige das Marketing übernommen: „Wir wollen unser Projekt bekannt machen.“ Sponsoren, die das ambitionierte Vorhaben unterstützen möchten, sind willkommen und können sich gerne in der Schule melden. Die ersten Buch-Exemplare sollen möglichst schon Anfang Dezember vorliegen, kündigt Charlotte Walter an.

Seminarkurs-Leiter Matthias Stenzel hat großes Vertrauen in die Fähigkeiten seiner Schützlinge: „Die bekommen das hin!“

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Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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