OFENERDIEK Bücherregale schieben ist immer dann angesagt, wenn die Stadtteilbibliothek Ofenerdiek, die in einem Nebengebäude der Grundschule untergebracht ist, Veranstaltungen anbietet. Sie ist mit ihren rund 130 Quadratmetern (inklusive Nebenraum) die kleinste der vier Stadtteilbibliotheken, hat aber die höchste Zahl der Ausleihen. 108 839 Medien waren es im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Die Stadtteilbibliothek Eversten zählte 87 366 Ausleihen, die am Flötenteich 86 234 und die Kreyenbrücker 84 854.

Man arbeitet hier also sehr erfolgreich, das Problem ist aber seit Jahren der Platzmangel. Dabei gibt es laut Stadtteilbliotheks-Leiterin Angelika Jobst Alternativen: „Wir wünschen uns den Umzug in Fachräume im Erdgeschoss der Grundschule Ofenerdiek. Die Schulleitung hat uns schon signalisiert, dass man die Räume abgeben könnte. Die würden für den Unterricht nicht benötigt.“

Für mehr Platz für die Bibliothek setzt sich auch seit Jahren die Arbeitsgemeinschaft der Ofenerdieker Vereine ein. Mehrfach hat sie die Stadtverwaltung um Hilfe gebeten – ebenso die Politik. Um die Vorlage eines Planungskonzeptes mit Kostenschätzung für die Erweiterung der Bibliothek hatte die SPD zuletzt im August 2008 einen Antrag im Kulturausschuss gestellt. „Im März haben wir diesen Antrag wiederholt“, so SPD-Ratsfrau Margrit Conty. In der Zwischenzeit hat die Ofenerdiekerin sich selbst einen Überblick über die Situation in der Bibliothek verschafft. „Die braucht dringend mehr Platz. Der ist ja in der Grundschule auch vorhanden und könnte zur Verfügung gestellt werden. Es müssen endlich einfach Taten folgen.“

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In der Kulturausschusssitzung in dieser Woche informierte Kultur- und Schuldezernent Martin Schumacher darüber, dass eine Machbarkeitsstudie bei der Gebäudewirtschaft in Auftrag gegeben worden sei. Die CDU- und FDP-Fraktion beantragten daraufhin die Vorlage der Ergebnisse in der nächsten Sitzung.

„Wir müssen wissen, was geht und wie viel das kostet, um dann Mittel für eine Erweiterung in den Haushalt 2010 stellen zu können “, so Schumacher auf Nachfrage der NWZ. Als Kulturdezernent wünsche auch er sich eine größere Bibliothek. „Aber ich bin auch Schuldezernent. Und aus dieser Sicht muss ich an die Schulen denken“, sagt er. Zurzeit würden Räume der Grundschule für den Unterricht der Ofenerdieker Hauptschule genutzt. Sie hätten auch schon als Ausweichquartier der Berufsschule gedient.

„Bis Herbst liegt der Schulentwicklungsplan vor, über den dann der Rat beschließen muss. Dieser Plan wird uns Klarheit über die Schülerströme und damit über die Auslastung der Räume geben“, so der Dezernent.

Die Trennung zwischen Kultur und Schule sieht Angelika Jobst in ihrer Arbeit nicht. „Wir sind auch eine Bildungseinrichtung für die Schüler, und die Grundschule empfindet uns als Ergänzung.“

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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