OLDENBURG Tyler, Brian, Airety und Blake haben sich spätabends vor dem Fernseher versammelt. Die vier jungen Amerikaner, die erneuerbare Energien an der Universität Oldenburg studieren, wollen wissen, wer in der US-Präsidentenwahl am Ende die Nase vorn hat – Barack Obama oder John Mc Cain.

Die Sympathien der vier Studenten, die seit September in Oldenburg sind, hat ganz klar Barack Obama.

In ihren Familien daheim gibt es allerdings nicht nur Obama-Fans. „Mein Vater ist Mc-Cain-Anhänger“, sagt Tyler. „Ich komme zwar aus dem Bundesstaat New York, der als Obama-Land gilt, aber es gibt da auch viel Agrarland, und die Farmer wählen Mc Cain.“ Doch dass das allein nicht reicht für den Republikaner, zeigt sich im Verlauf der Nacht ganz deutlich.

Ähnlich eindeutig ist das Stimmungsbild auch unter schon länger in und um Oldenburg lebenden Amerikanern und Menschen mit amerikanischer Herkunft: Die Sympathien fliegen Barack Obama zu.

Ralph Ogden, Urgestein des Oldenburger Basketballs mit Wurzeln in Kalifornien, hofft, dass der smarte neue Präsident frischen Wind in die amerikanische Politik bringt – und hat deshalb per Briefwahl abgestimmt: „Ich bekam aus meinem Wahlbezirk bei San Francisco einen großen Umschlag. Neben dem Wahlzettel waren da zwei dicke Hefte mit Infos über die Kandidaten drin“, so Ogden.

Dass sein Favorit Barack Obama am Ende vorne lag, konnte Ralph Ogden allerdings wegen einer Dienstreise nach Finnland nicht live verfolgen.

„Der Sieg von Obama ist wie ein Weltwunder“, meint Dr. Marron Fort, der in New Hampshire aufgewachsen ist. Von 1981 bis 2003 war der Farbige, der mittlerweile die US- gegen die deutsche Staatsbürgerschaft getauscht hat, in der Arbeitsstelle für Saterfriesisch und Niederdeutsch tätig war.

Auch Jamie Gifford-Modick aus New Jersey, seit 1980 in Deutschland und seit 2000 in Oldenburg, freut sich über den Wahlsieg des demokratischen Kandidaten: „Man spürt sogar von Deutschland aus so viel positive Energie in seinen Auftritten“, schwärmt die Buchhändlerin und Frau des Schriftstellers Klaus Modick.

Tyler jedenfalls will sich mit seiner Familie ausführlich über das Wahlergebnis austauschen. „Wenn ich ausgeschlafen habe, rufe ich erst mal zu Hause an“, so der jubelnde Obama-Fan.

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