Wildeshausen Im Johanneum in Wildeshausen ist Ende November das 500. Baby zur Welt gekommen. Damit sind dort noch vor Jahresende mehr Säuglinge geboren worden als in den vergangenen Jahren. Eine Entwicklung, die seit mehreren Jahren im Krankenhaus anhält. 448 Babys kamen dort 2015 zur Welt.

Die „schlagkräftige Truppe“ am Johanneum, wie Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), Hubert Bartelt, sie nennt, hat Unterstützung bekommen: Seit 1. Dezember arbeitet Ali Mohamed-Pflaum (44) als Facharzt in der Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe im MVZ Johanneum. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Günter Grewe an, der 2009 mit seiner Praxis ins MVZ gezogen war. Er war 35 Jahre als Belegarzt tätig und wird zukünftig in der Gynäkologie in Teilzeit arbeiten.

Der gebürtige Syrer Ali Mohamed-Pflaum schloss in 2008 seine Facharztausbildung an einer westfälischen Klinik ab, arbeitete mehrere Jahre als Oberarzt in Unna. Er war zuletzt im Emsland in einer Frauenarztpraxis tätig und fungierte dort als Belegarzt und Oberarzt im Krankenhaus.

Mohamed-Pflaum wird die MVZ-Praxis mit den Fachärztinnen Iryna Rybakovska und Ute Wrehe weiterführen und als Belegarzt am Krankenhaus tätig sein. Diese Kombination reizt den neuen Facharzt. Er möge die Arbeit in Praxis und Klinik. Und natürlich reize ihn auch die Arbeit mit den Kollegen. „Es ist eine wunderbare Mannschaft.“

Das Krankenhaus hat zwei Kreißsäle. Räumliche Probleme gebe es daher nicht, eher sei bei steigendem Zulauf die personelle Lage die Herausforderung, sagt Bartelt. Mit unter anderem fünf Hebammen sieht er aber momentan keine Probleme. „Unsere Praxis wie auch unsere Gynäkologie sind sehr gut aufgestellt.“ Auch Mohamed-Pflaum blickt positiv in die Zukunft. „Ich bin optimistisch, dass wir die vorhandenen Zahlen steigern können.“

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Grewe sieht die Sprachbarriere eher als Herausforderung: Denn nicht nur aus den Nachbarkreisen Vechta und Diepholz sowie aus Delmenhorst kämen die Patientinnen, sondern auch Zuwanderer aus dem Iran, Bulgarien oder Rumänien. Einige sprächen kaum Deutsch. Bei Geburten werde die Kommunikation zum Problem. Mohamed-Pflaum aber ist positiv gestimmt. Er freue sich, mit seinen Kolleginnen „die Gynäkologie und Geburtshilfe am Johanneum weiter entwickeln zu können“.

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Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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