WILDESHAUSEN Seine Begeisterung für Frankreich hat Alexander Ueberschär aus Wildeshausen während eines Schüleraustauschs entdeckt. Für den 18-Jährigen war gleich klar: „Nach dem Abi geh’ ich wieder nach Frankreich.“

Jetzt ist es soweit – die Hochschulreife hat Ueberschär in der Tasche und im August geht es für den Wildeshauser wieder ins Land seiner Träume. In Toulouse wird er einen freiwilligen Sozial- und Friedensdienst im Rahmen eines Freiwilligen Jahres im Ausland (FJA). Eingesetzt wird der Abiturient in einem Kindergarten, wo er die Erzieher bei der Betreuung der Kinder und der Instandhaltung der Räumlichkeiten unterstützt. „Ich freue mich absolut darauf, wieder in Frankreich zu sein, Französisch zu sprechen und auf die Arbeit mit den Kindern“, sagt er.

Organisiert wird sein Aufenthalt von den „Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners“. Der Verein sorgt in Zusammenarbeit mit einer Sozialdienststelle im Ausland für die Unterbringung und Verpflegung der Freiwilligen in einer Gastfamilie. Aus einen Freiwilligenfonds, zu dem die Freiwilligen durch gesammelte Spenden auch etwas beitragen müssen, werden Taschengeld, Versicherungs-, Reise-, Betreuungs- und Vorbereitungskosten finanziert. „Als Richtwert für Frankreich werden 1800 Euro genannt“, weiß Alexander Ueberschär. Er hat immerhin schon 1000 Euro zusammen.

„Wenn mich noch jemand unterstützen möchte, wäre das natürlich super“, sagt er und lacht. Dass er an dem Freiwilligen Jahr nicht teilnehmen kann, sollte er den Richtwert nicht erfüllen, befürchtet er nicht. „Das mit dem Kindergarten ist ja schon fest, ich habe auch einen Vertrag unterschrieben und wurde bereits zum Vorbereitungsseminar eingeladen.“

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Beim Vorbereitungsseminar, das diesen Monat in Engen am Bodensee stattfindet, wird Ueberschär erstmals auch die anderen Freiwilligen, die mit dem Verein ins Ausland gehen, kennenlernen. Zehn Tage lang werden sie über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt. Auch eine Einführung in die Waldorf-Pädagogik, deren Begründer Rudolf Steiner war, gehört dazu.

Von seinem Frankreich-Aufenthalt verspricht sich der Abiturient einiges: „Ich möchte natürlich meine Sprachkenntnisse perfektionieren, diese Erfahrung mitnehmen und Kontakte knüpfen.“ Und obwohl er sich jetzt noch nicht ganz sicher ist, was er nach dem Freiwilligen Jahr machen möchte, spukt ihm doch schon die Idee im Kopf herum, vielleicht in Frankreich ein Studium zu beginnen. Denn: „In Frankreich ist es einfach schön, es gefällt mir dort total gut“, so der 18-Jährige. Dort kann sich ein Jahr lang neu orientieren.

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