Wüsting Die Fallwildzahlen sind nach wie vor hoch. Insgesamt 45 von 115 Rehen kamen im Jagdjahr 2015/2016 im Bereich des Hegerings Wüsting nicht durch die Flinte des Jägers, sondern durch einen Zusammenprall im Straßenverkehr zu Tode. Das berichtete Hegeringleiter Kurt Maas auf der Jahreshauptversammlung im Wüstenlander Hof. Im vergangenen Jagdjahr waren es noch vier Tiere weniger gewesen.

Selbst eine stärkere Bejagung im Bereich der bekannten Wildwechsel würde keine Besserung bringen. Die Unfallschwerpunkte würden bleiben, so der Hegeringleiter. Autofahrern sei zu raten, dort, wo Wildwechsel-Schilder warnen, diese auch ernstzunehmen.

Im Streckenbericht gibt es keine großen Veränderungen zum Vorjahr. Das gilt zum Beispiel für die Füchse, Hasen oder Dachse. Sorgen bereitet auch in Wüsting die stark rückläufige Zahl der Fasanen.

Erstmals wurden im Bereich des Hegerings Wüsting mit seinen etwa 5400 Hektar bejagbarer Fläche fünf Nutrias erlegt. Die ursprünglich aus Südamerika stammende Biberratte breitet sich immer mehr aus. Hegeringleiter Maas vermutet, dass die Tiere vermutlich aus der Wesermarsch über die Hunte nun auch den Weg in den Bereich Holle-Oberhausen gefunden haben. Die Nagetiere unterwühlen gerne Grabenufer und sorgen so für Einbrüche an den Straßenrändern.

Der Hegering Wüsting hat sich in den vergangenen Jahren auch stark im Blühstreifenprogramm engagiert. Es waren schon mal bis zu sieben Hektar, wie Kurt Maas der NWZ  berichtete.

In diesem Jahr hingegen werden nur noch rund 1,7 Hektar Ende April, Anfang Mai, wenn die Frostperiode vorbei ist, mit Wildblumenmischungen angesät werden können.

Die bürokratischen Hürden für die beteiligten Landwirte seien mittlerweile so hoch, dass diese davor zurückschreckten, wenn es um Blühstreifen gehe. Das sei schade. Wenn in Förderanträgen Flächenangaben bis auf vier Stellen genau hinterm Komma zu machen seien, sei aber verständlich, warum Landwirte nicht mehr mitmachten.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden Ehrungen ausgesprochen. 60 Jahre ist Horst Stenzel dabei. Er konnte nicht teilnehmen. Die Ehrung wird nachgeholt.

Zu Ehrenmitgliedern wurden Adolf Maas (in Abwesenheit) und Heinrich Ohlenbusch ernannt.

Die Bläsergruppe des Hegerings Wüsting ist nach wie vor gut aufgestellt. Eine Neuaufnahme gab es, so dass jetzt 13 Mitglieder die jagdlichen Signale geben, wie Obmann Horst Cassebohm berichtete.

Ramona Kläner, Obfrau der jungen Jäger, hat jetzt erstmals einen Wild-Kochkursus organisiert und lud dazu Mitglieder und ihre Partner ein.

Gast der Versammlung in Wüsting war der scheidende Kreisjägermeister Erich Kreye. Die Wüstinger Jäger dankten Kreye für seinen langjährigen Einsatz für das Jagdwesen im Landkreis Oldenburg und schenkten ihm einen Rehbock-Abschuss.

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