Wüsting Die Verdienstmedaille der Landesjägerschaft in Bronze nahm Klaus Neumann nach zwölfjähriger Tätigkeit als Schießobmann im Hegering Wüsting entgegen. Hegeringleiter Kurt Maas übergab Medaille und Urkunde im Zuge der Jahreshauptversammlung im „Wüstenlander Hof“ vor den applaudierenden Waidmännern an den scheidenden Obmann.

Nachfolger von Schießobmann Neumann ist Dr. Gerhard Böschen, der wie Hundeobmann Rüdiger Schumacher, Bläserobmann Horst Cassebohm, Obmann für „Lernort Natur“ Heiko Klaener und Obfrau für „Junge Jäger“ Ramona von Seggern (die beiden Letzteren nahmen nicht an der Versammlung teil) im Vorstand mitarbeiten.

Maas bleibt Vorsitzender

Den Vorsitz des Hegeringes Wüsting hat Kurt Maas auch weiterhin inne. Ebenso wiedergewählt wurde der Stellvertretende Hegeringleiter Hans-Christ Herzer, der zugleich auch Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und hier Fachmann in Fragen rund um die Nutria-Problematik ist. Außerdem wurde Jens Drielling zum Schriftführer und Kassenwart wiedergewählt.

Zudem konnte Hegeringleiter Maas Dirk Wenke für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Hegering und im Deutschen Jagdschutzverband gratulieren. Auf 25 Jahre bringt es Uwe Kuhlmann.

30 Rehe als Fallwild

In seinem Jahresbericht erinnerte der Hegeringleiter an 27 Termine und Aktionen im Berichtszeitraum. Den Streckenbericht 2018/19 stellte Maas ebenfalls vor. 109 Rehe (128 im Vorjahr) schlugen zu Buche. Davon 30 als Fallwild. 59 (72) Füchse, 26 (25) Steinmarder, 6 (6) Baummarder, 2 Iltisse (2), 4 Dachse (2), 2 Waschbären (0) wurden beim Raubwild erlegt. 138 Nutrias (Vorjahr 111) und 147 Hasen (Vorjahr 132) konnten erlegt werden wie auch 4 Kaninchen (5).

Beim Flugwild waren es 86 Fasane (67), 358 Ringeltauben (394), 23 Türkentauben (0), 490 Graugänse (341), 106 Nilgänse (118), 11 Kanadagänse (19), 201 Enten (96), 9 Waldschnepfen (6), 365 Rabenkrähen (354) und 37 Elstern (57). Die Jagdsignale blies dazu die Bläsergruppe.

Aus der Jagdpolitik berichtete der Kreisvorsitzende der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst Karl-Wilhelm Jacobi. „Bleifreie Munition, Schallminderer und Schießnachweis waren eigentlich in trockenen Tüchern, hätte da nicht das Bundesland Bayern alles gekippt“, erklärte Jacobi. Nun werden die Themen erst in der nächsten Novelle des Bundesjagdgesetzes aufgegriffen und dann für eine bundeseinheitliche Regelung sorgen. „Hoffentlich kommt die bald“, so Jacobi.

Nutrias werden bejagt

Die extreme Bejagung der Nutria sei im Hegering Wüsting beispielhaft. Der Kreisvorsitzende nannte Hans-Christ Herzer als Fachmann. „Wer etwas über die dringend notwendige Bejagung wissen möchte, darf ihn anrufen.“ Nicht unerheblich sind Schäden an Uferböschungen und Deichen durch die Nutrias, die sie gerne unterwühlen.

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Weiter sprach Jacobi die nahezu lückenlose und flächendeckende Wildtier-Erfassung in Niedersachsen seit 28 Jahren an. „Die gibt es nur in unserem Bundesland.“ Weitere Vortragspunkte waren die Niederwild-Problematik und die Prädation (Raubwild-Bejagung) als einzige Lösung, um nicht weiter 40 Prozent der Fasanen-Küken pro Jahr an Raubwild zu verlieren.

Jacobi verwies ferner auf ein Blühstreifen-Projekt der Landesjägerschaft, die für entsprechendes Saatgut Gelder an die Jäger auszahlt. Auch betonte er die erfolgreiche Arbeit der Jagdschulen. Jacobi mahnte die intensive Bejagung gerade an typischen Fallwild-Stellen entlang der Straßen an.

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