Ganderkesee Autoverkehr nicht, Parkplätze nicht und ein Wochenmarkt nicht unbedingt: Was sie nicht wollen bei der Neugestaltung des Marktplatzes haben Ganderkesees Grüne jetzt schriftlich festgehalten. Was sie wollen, aber auch: mehr Grünflächen, umfangreiche Spiel- und Erlebnisräume sowie „Eventbereiche“ für Jung und Alt.

In einem Antrag an die Gemeinde wünscht die Fraktion eine Alternativplanung durch den Landschaftsarchitekten Hans-Joachim Flemmig, dessen bisheriger Entwurf in einer Bürgerversammlung auf teils heftige Kritik gestoßen war. Vorschläge der Bürger sollten in die Alternativplanung einfließen, fordert der stellvertretende Fraktionschef Dr. Volker Schulz-Berendt.

Nicht noch mehr Verkehr im Ortskern, lautet das Credo der Grünen. Sie stören sich vor allem an der Einbahnstraße, die in Flemmigs Planung um den westlichen Teil des Marktplatzes herumführt, und an den dort vorgesehenen 20 Parkplätzen. Dafür sei indes nicht der Planer verantwortlich, betont Schulz-Berendt, sondern Rat und Verwaltung, die ihm Vorgaben machten, um den Marktplatz als Standort des Wochenmarktes zu erhalten.

Weder Parkplätze noch Wochenmarkt sind aus Sicht der Grünen an dieser Stelle zwingend erforderlich. Selbst nach dem Wegfall der derzeitigen Parkflächen auf dem östlichen Marktgelände würden rund 200 Stellplätze in einem Umkreis von 100 Metern verbleiben, argumentieren sie. Für den Wochenmarkt seien andere Standorte denkbar wie der Arp-Schnitger- und der Friedrich-Bultmann-Platz sowie der Festplatz an der Raiffeisenstraße. Ebenso könnten sich die Stände über die Rathausstraße verteilen.

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„Ein breites Spektrum von Nutzungs- und Gestaltungsalternativen“ ergebe sich für den Marktplatz, so Schulz-Berendt, wenn dort nicht mehr „eine große befestigte Fläche“ mitsamt Zu- und Abfahrt für die Wochenmarkt-Beschicker vorgehalten werden müsse.

Diese jedoch wollen nicht weg: „Hier ist der Marktplatz, also gehört hierhin der Markt“, stellt Helga Martschinski klar. Die Obst- und Gemüsehändlerin hält den Platz für sehr zweckmäßig. Eierverkäuferin Helga Kranz findet ihn sogar „kuschelig“. Und Parkplätze müssten sich direkt am Markt befinden, so die einhellige Meinung: „Die Leute wollen ihre Tüten nicht so weit schleppen“, weiß Obst- und Gemüsehändler Gerd Bruns. Wochenmarkt-Stammkunde Harald Menkens, der soeben seinen Pkw direkt am Marktplatz-Rand abgestellt hat, bestätigt das: „Die Parkplätze müssen hier bleiben – auf alle Fälle!“

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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