Wardenburg Der Kuckuck ist wieder da. Ebenso die gefährdete Breitflügelfledermaus, der große Abendsegler, Bluthänfling, Schnepfen oder Wasserfrosch und Ringelnatter. Sie finden Nahrung, Lebens- und Rückzugsraum in Hecken, fruchttragenden Büschen, Feldgehölzen oder Flachwasserzonen, auf Grünland oder unter Steinhaufen. „Naturnahe Biotopstrukturen konnten wieder hergestellt oder neu geschaffen werden“: So klingt das in der fachlichen Beurteilung der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH).

Die Rede ist von den sogenannten Hallwiesen an der Hunte in Wardenburg in Nähe des Marschwegs. 2011 wurden die neun Hektar, ehemalige Rieselwiesen, auf die BSH übertragen, wie Vorsitzender Dr. Remmer Akkermann erläutert – als Ausgleichsfläche für die Erweiterung des Windparks Westerburg/Charlottendorf-Ost. Angrenzend an diese Kompensationsfläche stelle die Gemeinde Wardenburg Ergänzungsflächen bereit, die ins Konzept zur Aufwertung einbezogen wurden. Zusammen mit Umweltplaner Volker Moritz aus Oldenburg wurde ein Pflegekonzept für das Naturgebiet im Osten der Gemeinde erstellt: Durch das Anpflanzen von Gebüsch- und Baumreihen sowie das Anbringen von Nisthilfen sollen gefährdete Vögel und Kleinsäuger gefördert werden.

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Die Hallwiesen hinterm Huntedeich dienen als wichtiger Lebensraum für Amphibien, Wasser- und Wiesenvögel. Zugleich sind sie aber auch Erholungs- und Naturerlebnisbereich für Menschen: Spaziergänger können auf einem Rundweg mit Querverbindung und Aussichtspunkten das Gebiet erkunden, ohne die Tierwelt zu stören. „Wer ein Fernglas hat, kommt auf seine Kosten“, weiß Akkermann: „Hier sind Arten, die am Stadtteich oder im Garten nicht zu finden sind.“

Der BSH-Vorsitzende sieht ein „positives Ergebnis“ der bisherigen Arbeit an den Hallwiesen. Ein Bild vom Fortschritt der Pflegemaßnahmen machten sich am Mittwoch neben BSH-Vertretern auch Johann und Carsten de Wall von der MMJ GmbH, Betreiber des Windparks und Finanzierer der Maßnahmen. Ihr erster Weg führte zu einer Stelle, wo Volker Moritz einen Schwerpunkt der Pflegearbeiten vorstellte: den Riesenbärenklau fernzuhalten, der sich am Rande der Hallwiesen ausgebreitet hat. Er sei nicht nur giftig, sondern auch gefährlich für den Pflanzenbestand, erläuterte der Fachmann. Regelmäßig rechtzeitig vor der Aussaat wird laut BSH Pflanze für Pflanze entfernt, um die Ausbreitung zu verhindern. Nicht die einzige aufwendige Arbeit: Die Wege sind freizuhalten, Gehölz zurückzuschneiden, Aussichtspunkte zu schaffen, das Gelände mit dem Balkenmäher zu bearbeiten. Um das Naturerlebnis zu erhalten, aber vor allem auch, um bestimmte Arten in Flora und Fauna zu fördern. Ein nächstes Ziel gibt es da bereits: „Wir wollen hier auch etwas für den Storch tun“, so Akkermann. Nahrung finde der im Gebiet, nun solle auf er Gemeindefläche ein Nest Platz finden: „Ich bin ziemlich sicher, dass da was kommt.“

Astrid Kretzer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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