WILDESHAUSEN Die Idee entstand bei der nachbarschaftlichen „Garten-Inspektion“: „Bei uns stand ein Mini-Grünkohlfeld“, sagt Tobias Damm. Prompt entschlossen sich die Anlieger der Bleicher-, Schuster- und Krämerstraße im Baugebiet der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Beim Grauen Immenthun“, eine Gemeinschaftskohlfahrt zu organisieren. Gesagt, getan. Zwölf Anlieger zogen am vergangenen Sonnabend den gut gefüllten Bollerwagen in Richtung Wildeshauser Innenstadt.

Die Nachbarschaft funktioniere, betont Sabine Schnittker. Sie hat gemeinsam mit ihrem Partner Sven Bochum die Kohltour vorbereitet. Im Sommer wurde gemeinsam gegrillt; im Dezember dann die Tannenbäume „begossen“. „Wir fühlen uns hier pudelwohl“, sagt auch Elmar Hanff. Er zog aus dem Emsland nach Wildeshausen. Im Oktober wurde sein Haus in der Schusterstraße fertiggestellt. Die Skepsis vieler Besucher, die meinen, das Baugebiet liege zu weit abseits, können Sandra und Tobias Damm entkräften. Wenn es das Wetter zulasse, fahren sie mit dem Rad zur Arbeit. Bis zum Wildeshauser Ortseingangsschild seien es rund 1000 Meter, so das Paar aus der Bleicherstraße. Und das Baugebiet stoße weiterhin auf großes Interesse: „Gerade am Wochenende gucken sich hier einige um, auf der Suche nach einem Grundstück“, berichtet Sandra Damm.

Gleichwohl betont Nachbar Dieter Hildebrand: „Wir wollen nicht vergessen werden.“ Er versteht nicht, dass im Sommer das Gras ungehemmt im Baugebiet wachsen konnte. Erst nach mehrfachen Anrufen bei der Stadt und der Grundstücks- und Erschließungs-GmbH (GEG) sei gemäht worden. Hildebrand, seine Partnerin Christiane Mietrach und Sohn Kai-Lennart (9 Jahre) hatten als erste ihr Haus bezogen. Die Reparatur der Schlaglöcher wünscht man sich ebenso wie eine bessere Ausschilderung des Gebiets.

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Mit Skepsis blicken die Nachbarn auch auf die Pläne, nördlich der Bargloyer Straße ein weiteres Baugebiet mit 57 kleineren Grundstücken zu erschließen. Vor einem „Flickenteppich“ warnen einige.

Den Spaß bei der ersten Kohltour am Immenthun trübte das aber kaum. Nachdem im Rathaus der „Wildeshauser Meisterbrief“ abgelegt wurde, ging es zum Kohlessen ins Landhaus Thurm-Meyer. Im Verlauf eines langen Abends wurden Sandra und Tobias Damm zum ersten Kohlkönigspaar gekürt. Ihr Haus war das erste in der Bleicherstraße.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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