Wildeshausen Einen Preis in dieser Größenordnung – den habe die Wildeshauser Firma B & F-Metallbau noch nicht erhalten, sagt Karl-Heinz Büsing. Der 55-Jährige rechnete nicht damit, dass das Unternehmen an der Wilhelm-Maybach-Straße, das er mit Michael Frank über Jahre aufgebaut hat, solch eine hohe Auszeichnung erhält: den Wirtschaftspreis der Mittelstandsvereinigung (MIT) Wildeshausen.

Zusammen mit Geschäftsführer Sebastian Frank hat Büsing die Auszeichnung am Freitagabend während der MIT-Jahreshauptversammlung entgegengenommen. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann überreichte zusammen mit MIT-Vorsitzendem Ingo Hermes die „Triumph“-Skulptur.

Mit Grünkohlessen sowie einem Auftritt des Zauberers Marc Weide wurde die Versammlung traditionell im Hotel Gut Altona ausgerichtet. Kritische Worte gab es an dem sonst harmonischen Abend von Hermes: Er sprach in seiner Rede über gescheiterte Projekte in Wildeshausen. Als Beispiele nannte er das Industriegebiet West und das geplante Braugasthaus in der denkmalgeschützten Villa Knagge. Auch kritisierte er, dass bei den Ausbauplänen des Krankenhauses Johanneum vor allem die alte Blutbuche, dessen Fällung Naturschützer befürchteten, im Mittelpunkt stehe.

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Der 33-jährige Sebastian Frank gab sich im Vorfeld der Preisverleihung im Übrigen bescheiden: „Dieser Preis ist nicht für mich – er ist für die Vergangenheit. Ich muss mir meinen Preis noch verdienen.“ Den Wirtschaftspreis haben seiner Meinung nach sein Vater Michael Frank – der an dem Abend verhindert war – und Büsing verdient.

1998 gründeten die beiden das Unternehmen: Es produziert, was auf dem Maschinen- und Anlagenbaumarkt benötigt wird. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Rohre, Formteile, Laserschneiden und CNC-Kanten. Die Metallbaufirma, die einst vier Mitarbeiter zählte, wuchs. Vier Hallenerweiterungen folgten, mittlerweile zählt das Unternehmen mehr als 80 Mitarbeiter. Eine Entwicklung, auf die Althusmann in seiner Laudatio einging. Der Minister hob das Engagement des Unternehmens im Verbund mit Hochschulen hervor sowie die vielen Sportvereine, die die Firma unterstützt. Er sprach die Investition in die Zukunft an – und damit den Wechsel in der Geschäftsführung.

Im August löste Sebastian Frank in der Geschäftsführung Karl-Heinz Büsing ab. Seitdem lenkt das Vater-Sohn-Gespann Frank die Geschicke des Unternehmens.

Büsing verfolgt derweil in Rhade ein neues Projekt: Mit seiner Frau Ute hat er in dem Ort in der Gemeinde Dötlingen einen Resthof gekauft. Am 17. Oktober richtet das Paar dort die erste Veranstaltung der Reihe „Kultur hinterm Feld“ aus. Der Hof befindet sich, wie der Name verrät, an der Straße „Hinterm Feld“. Den Auftakt macht eine schwedische Jazzband, kündigt Büsing an: „Alle Konzerte werden jazzlastig.“

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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