Wildeshausen „Ich habe heute 937 000 Euro im Gepäck“, verkündete Eberhard Franz am Dienstag in der neu gebauten Halle von FVG in Wildeshausen. Der Referatsleiter für Wirtschaftsförderung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums überbrachte dem Fahrzeugbauer den Förderbescheid, mit dem der Neubau unterstützt wird.

Großes Projekt

Eine solche Summe sei „nicht alltäglich“, betonte Franz. Bei 30 Millionen Gesamtfördersumme im Jahr handele es sich hier um ein großes Projekt. „Aber wie man sieht, lohnt es sich“, freute er sich und hoffe, dass das Geld zur positiven Entwicklung des Unternehmens beiträgt.

„Es ist eine große Aufgabe und Verantwortung, das Ganze hier weiterzuentwickeln, aber ohne diesen Schritt hätten wir uns nicht weiterentwickeln können“, sagte Geschäftsführer Michael Alpers. Der Spezialist baut Fahrzeuge zum Transport von Pkw, SUV, Kleinbussen, Lkw und Fahrzeuge zum Transport von Agrarprodukten, Traktoren und Güllefässern.

Das Unternehmen hatte im Februar mit dem Neubau im Gewerbegebiet an der Düngstruper Straße begonnen. Am bisherigen Standort an der Daimlerstraße hätte es keine Entwicklungsmöglichkeiten gegeben, erklärte Alpers den Schritt. Der zweite Standort im Gewerbegebiet Stockenkamp solle weiter bestehen bleiben und sich auf den Stahlbau konzentrieren.

An der Düngstruper Straße sollen auf 3300 Quadratmetern neuer Hallenfläche Endmontage und Service zusammengezogen werden, sagte Alpers. Auch die Verwaltung werde dort sitzen. Bisher sei geplant, auf 1500 Quadratmetern 200 Einheiten pro Jahr zu bauen. Es seien also noch Kapazitäten frei. Auch das Grundstück mit insgesamt 23 000 Quadratmetern Fläche biete Platz für zukünftige Erweiterungen.

„Wir wollen und wir müssen neue Arbeitsplätze schaffen“, betonte Alpers. Durch den neuen Standort erhoffe er sich mehr Zuwachs. Jetzt würden knapp 40 Mitarbeiter beschäftigt. Geplant seien zehn Neuanstellungen und Ausbildungsplätze. Neue Arbeitsplätze zu schaffen sei auch eine der Bedingungen für die Förderung, hob Eberhard Franz hervor.

Der Einzug in das neue Gebäude war für Ende des Jahres geplant. „Wir sind aber etwas früher als geplant fertig“, so Alpers. Produktionsbeginn solle nun schon im November sein, der Service noch in diesem Monat starten. „Es gab keine Abweichungen im Terminplan“, freute sich Alpers und lobte die gute Arbeit der regionalen Firmen beim Bau.

Nicht nur die Zusammenarbeit mit den örtlichen Firmen, auch der Standort Wildeshausen an sich sei „top“, meinte der Geschäftsführer. Es gebe einen guten Kontakt zu Wirtschaft und Politik. Zudem sei die Infrastruktur durch die Anbindung an die Autobahn ideal.

Gute Zusammenarbeit

Am neuen Standort soll auch viel für Lastkraftwagenfahrer getan werden, während sich deren Fahrzeuge im Service befinden. „Es gibt einen eigenen Aufenthaltsbereich für sie“, so Alpers. Außerdem könnten die Fahrer ihre Wäsche waschen und in den Räumen übernachten.

Die Wirtschaftsförderung des Landes unterstützt vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei Projekten, die sonst nicht realisiert werden könnten, betonte Franz. Bis zu 20 Prozent der Kosten können für Kleinunternehmen (unter 50 Mitarbeiter) bezuschusst werden, bei diesem Projekt lägen die Kosten bei etwa fünf Millionen Euro.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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