Wildeshausen Seit die Gastronomiebetriebe wegen der Corona-Krise schließen mussten, gibt es für einige Lieferdienste in Wildeshausen wesentlich mehr zu tun. „Wir liefern deutlich mehr als sonst“, betont Dwayne Zeyrek, Inhaber der Pizzathek. „Es ist gemütlich zu bestellen und die Leute riskieren nichts“, erklärt der Inhaber. Sein Telefon stehe kaum noch still.

Damit auch das Risiko für die Lieferanten klein bleibt, tragen sie alle Handschuhe und wahren den Sicherheitsabstand bei der Übergabe. Wer online bezahlt hat, bekommt das Essen vor die Tür gestellt. Die Lieferanten klingeln, warten, dass der Kunde die Tür aufmacht, und gehen dann wieder. Barzahler würden das Geld oft in einem Briefumschlag auf der Fußmatte hinterlegen.

Bestellungen häufen sich

Da die Bestellungen sich häufen würden und genug zu tun sei, erhält Dwayne Zeyrek Unterstützung von seiner Familie. Unter anderem hilft sein Vater Servet Zeyrek bei der Auslieferung aus. „Die Leute freuen sich, wenn ich komme, und schenken mir ein Lächeln“, betont Servet Zeyrek. Die Sicherheitsmaßnahmen würden von allen widerstandslos eingehalten.

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Einen Abholservice darf Dwayne Zeyrek nicht mehr anbieten, dafür ist seine Ladenfläche zu klein, aber sein Hauptgeschäft ist ohnehin der Lieferdienst. Dass es momentan so gut läuft, ist wichtig für den jungen Unternehmer. Der 21-Jährige ist auch Inhaber des Lokals Numero 19 am Golfclub, das aufgrund der Corona-Krise schließen musste. Das zweite Lokal muss er nun auch mit durchbringen. Beide Geschäfte über Wasser zu halten, würde aber auf Dauer schwer, ist er sich sicher. Seine Öffnungszeiten hat Dwayne Zeyrek trotzdem nicht verlängert. „Ich möchte den Alltag beibehalten und will nicht für Verwirrung sorgen“, sagt er.

Flying Pizza bietet Abholung

Beim Lieferservice Flying Pizza sei neben vermehrten Bestellungen auch die Abholung weiter eine beliebte Option. Wie Inhaberin Katrin Harms erklärt, wird an einem kontaktlosen Fenster bestellt, daraufhin erhält der Kunde einen Pager und wartet in seinem Auto, bis es piept. „So begegnen sich die Kunden nicht alle vor unserem Fenster“, betont sie. „Wir sitzen hier wie in Quarantäne, es kommt keiner rein und das Fenster bleibt bis zur Bestellung verschlossen“, sagt Harms.

Auch die Auslieferer seien durch Handschuhe und vermehrte Desinfektion geschützt. Bei der Bestellung könne der Kunde bereits angeben, wie er das Essen entgegennehmen möchte. „Bargeld wird vom Kunden in die Thermobox, in der das Essen transportiert wird, gelegt. Das Essen nehmen sich die Kunden meist auch selbst heraus“, so die Inhaberin.

Sarah Schubert Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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