Wildeshausen /Verden Der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV), Johannes Lenzschau, war begeistert: „Der Preis ist eine große Ehre für uns, und bestärkt uns, weiter an der Belebung unserer Stadt zu arbeiten.“ Wildeshausen hat den dritten Preis des Städtewettbewerbs „Handel(n) vor Ort“ gewonnen. Bei einer Festveranstaltung am Freitagabend in Verden überreichte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies die Siegerurkunde an eine Delegation aus der Wittekindstadt (wir berichteten).

In der Kategorie Gemeinschaftsinitiativen belegte die Stadt Papenburg den ersten Platz, gefolgt von der Bergstraßen-Initiative aus Worpswede und dem Wildeshauser Projekt „Bee local 2.0“. Es war das erste Mal, dass das Land Niedersachsen diesen Wettbewerb ausgelobt hatte, der sich explizit an Städte mit weniger als 50 000 Einwohner richtet. „Gesucht wurden innovative Ideen zur Belebung der Innenstädte mit Modellcharakter, die auf andere Städte übertragbar sind“, so Daniela Baron vom Wildeshauser Stadtmarketing.

Die Jury lobte das zukunftsweisende Wildeshauser Konzept und überreichte der Delegation eine Urkunde, die mit einem Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro verbunden ist. Wildeshausen setzte sich in der der Kategorie „Gemeinschaftsinitiativen“ gegenüber 56 anderen Städten durch.

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Inhaltlich ist die prämierte Idee „Bee local 2.0“ ein Wirtschaftsförderungskonzept, bei dem Mitarbeiter von Wildeshauser Unternehmen stärker an die Stadt gebunden werden sollen, um damit wirtschaftliche Effekte für einheimische Betriebe zu erzielen. Ein steuerlicher Vorteil für Unternehmen in Höhe von 44 Euro im Monat kann an die Mitarbeiter weitergegeben und auf einer „Bee local-Karte“ gespeichert werden. Das Geld kann der Mitarbeiter dann ausschließlich in Wildeshausen ausgeben – und zwar nur in den Betrieben, die an dem „Bee local Projekt“, mit der Biene als Symbol, teilnehmen.

„Das Preisgeld werden wir für weitere Aktionen in Wildeshausen einsetzen“, kündigte HGV-Chef Lenzschau an. Bürgermeister Jens Kuraschiski ist davon überzeugt, dass die Bee-local-Idee durch die Prämierung einen neuen Schub bekommt. Die Bewerbung sei nicht ohne Hintergedanken gewesen: „ Bei dem Wettbewerb ging es nicht darum, ein Preisgeld zu gewinnen. Viel wichtiger ist der Imagegewinn, der mit dem siegreichen Stadtprojekt verbunden ist. Es steht uns als kleine Stadt gut, Vorbild für andere Städte zu sein.“

Die Idee zur Weiterentwicklung des ursprünglichen Bee-local-Gedankens durch ein Gutscheinkartensystem stammt von Karsten Poppe, der eigens für die Umsetzung die Firma Benity gegründet hat. Er sei überzeugt, dass nun sehr viele Unternehmen in Wildeshausen auf das Konzept aufmerksam werden und sich von der Idee begeistern lassen – um Gutes zu tun für Kunden sowie Mitarbeiter.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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