Wildeshausen Darauf haben die Besucher des Pestruper Gräberfeldes lange gewartet: Der Parkplatz an dem Naturdenkmal wird umgebaut. Darüber informierte die Stadt Wildeshausen am Dienstag. Die Baumaßnahme soll 90 000 Euro kosten. Eine Hälfte davon trägt die Stadt selbst, die übrigen 45 000 Euro kommen aus dem europäischen Fördertopf „Leader“, vertreten durch die lokale Arbeitsgruppe Wildeshauser Geest.

In Zukunft können zwei Busse und knapp 30 Autos auf der Fläche Platz finden. Drei Behindertenparkplätze sind ebenfalls inbegriffen. Das Grundstück wird zudem nur noch von einer Seite befahrbar sein, sagte Marleen Meinel von der Stadtverwaltung. Die Einfahrt liegt künftig auf der Seite Richtung Colnrade; die Ausfahrt erfolgt auf der Wildeshausen zugewandten Seite des Platzes. An den Schutz der Bäume ist ebenfalls gedacht: Ein Hochbord am Rand der Fläche soll für eine klare Abgrenzung sorgen. Die Toilettenanlage, deren Entstehung im Zuge der Bauarbeiten ebenfalls geplant ist, geht zurück auf einen Antrag der CDU-Ratsfraktion, der bereits im Jahr 2012 vorlag.

Auch die Auslegung des Grundstücks als Landschafts- und Grabungsschutzgebiet musste bei der Planung des Umbaus bedacht werden. Da die Fläche nicht versiegelt werden darf, soll anstatt einer Asphaltierung eine zehn Zentimeter dicke, wasserdurchlässige Schotterschicht aufgetragen werden. Das berichtete Alfons Antons von der Firma Borchers, die mit den Arbeiten beauftragt wurde. Eine Pflasterung der Ein- und Ausfahrt zum Parkplatz ist aber vorgesehen. Das Verlegen von Rohren für die geplanten Toiletten ist ebenfalls nicht möglich, erklärte Antons weiter. Es entstehe daher stattdessen eine „autarke Anlage“, so Bauamtsleiter Hans Ufferfilge. Eine wöchentliche Abfuhr sei geplant. Ergänzt wird der neue Parkplatz durch eine Infotafel, die neben dem Pestruper Gräberfeld auch auf touristische Angebote in Wildeshausen verweist.

Bereits im Januar sollen die Arbeiten beendet sein. „Wenn das Wetter mitspielt“, betonte Antons. Bis dahin können Autos nur auf angrenzenden Wegen abgestellt werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Pestruper Straße zur Erhöhung der Sicherheit sei vorerst nicht in Sicht. Ufferfilge verwies darauf, dass die Straße vom Landkreis Oldenburg unterhalten wird. „Ohne den Kreis geht es also nicht“, schloss er.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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