Wildeshausen /Oldenburg Botschafter sind eher für die leisen Töne zuständig. Sie gelten als stille Unterhändler auf dem diplomatischen Parkett. Vor allem sind sie gute Repräsentanten ihres Landes. Ähnlich trifft dies wohl auf Hans-Werner Aschoff, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO), zu. Er hat nun von Uwe-Jens Kruse die Aufgabe als Beauftragter für die Botschafter der Universitäts-Gesellschaft Oldenburg (UGO) übernommen.

Die UGO mit ihren mehr als 1000 Mitgliedern versteht sich als Vermittlerin zwischen Uni und der Region. Die Vereinigung mit dem früheren EWE-Vorstandsvorsitzenden Dr. Werner Brinker an der Spitze beruft eigene Botschafter, die Impulse aus der Region, aus Wirtschaft und Gesellschaft an die Universität weitergibt. „Somit gibt es eine Vernetzung über die Oldenburger Stadtgrenzen hinaus“, erklärt Aschoff. Bereits seit 2003 beruft der UGO-Vorstand Botschafter, die die Bürger über die Bedeutung der Uni als Schlüsselinstitution für die Region informieren.

Als „Generalbotschafter“ hat es sich Aschoff zum Ziel gesetzt, für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt des Oldenburger Landes mindestens zwei UGO-Botschafter zu gewinnen. Dabei handelt es sich um Persönlichkeiten, die sich gesellschaftspolitisch in hohem Maße engagieren und sich durch herausgehobene Tätigkeiten auszeichnen.

UGO-Botschafter im Landkreis Oldenburg sind die Ärzte Dr. Elisabeth und Jörg Lencer aus Hude und der Dötlinger Unternehmer Harald Meyer (Meyer Technik, Ganderkesee). In Delmenhorst hat Aschoff Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, gewonnen. Neu im Corps der Botschafter sind auch Wiebke Schneidewind vom Lokalsender O-eins, die mit Reinhard Nannemann (Volksbank) die Farben der Stadt Oldenburg hochhält, und Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers.

Nach dem Vorbild einer „Kleinen Botschaft“ sollen in der Region Veranstaltungen den Bogen zur Universität schlagen. So hatte Botschafterin Dr. Gabriele Rode in die „Rügenwalder Mühle“ zu einer Diskussion unter dem Titel „Über Geschmack lässt sich streiten“ eingeladen. Im November werde es einen Vortrag in der Huder St.-Elisabeth-Kirche geben. Im Mittelpunkt steht die Geschichte einer Oldenburgerin, die auf dem Dachboden des elterlichen Hauses Briefe und Feldpostkarten aus der Zeit des I. Weltkriegs gefunden hat.

Der Landkreis könne wirtschaftlich von der großen Nähe zu den Universitäten Oldenburg, Vechta und Bremen profitieren, betont Aschoff. Ein immer wieder ins Spiel gebrachtes Hochschul-Institut im Kreis wäre eine Chance für Existenzgründer. Für die Ansiedlung eines solchen Instituts müsste der Kreis jedoch viel Geld in die Hand nehmen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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