Wildeshausen /Oldenburg Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im Landkreis Oldenburg ist rückläufig. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, gibt es aktuell 49 registrierte an Covid-19 erkrankte Personen. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt zum Vortag um zwei Personen auf nunmehr 322 bestätigte Fälle an. In Quarantäne befinden sich laut Mitteilung des Kreises 844 Personen.

Bei den aktuell 49 Erkrankten handelt es sich um Personen aus den Gemeinden Dötlingen (4), Ganderkesee (1) und Großenkneten (12), der Stadt Wildeshausen (29) sowie der Samtgemeinde Harpstedt (3).

Die Bezirksstelle Oldenburg der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Niedersachsen hat derweil angekündigt, ihre Testzentren in der Umgebung zu schließen – darunter auch Wildeshausen und Delmenhorst. Demnach soll der Betrieb zum 17. Juli – und damit zu Beginn der Sommerferien – enden, teilte KV-Geschäftsführer Helmut Scherbeitz der NWZ mit. In der Hochphase der Testungen von März bis Mai waren die Testzentren ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie, betonte Detlef Haffke, Pressesprecher der KV. „Nun sind wir allerdings an einen Punkt angelangt, wo die Anzahl der Testungen von symptomatischen Personen soweit zurückgegangen ist, dass eine Fortführung der Testzentren nicht mehr notwendig ist.“

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Nach den Vorgängen bei Geestland war die Testfrequenz von 20 Tests am Tag zuletzt auf über 30 Tests pro Tag gestiegen. Die Situation habe sich aber wieder entspannt. In der gesamten Bezirksstelle Oldenburg wurden nach Angaben der KV vom 1. März bis zum 30. Juni 4758 Menschen in den Testzentren auf das Coronavirus getestet, in die Hausärzte bisher potenziell an Covid-19-Erkrankte verweisen konnten.

Zuletzt waren die Zahlen aber überall rückläufig. Und: In den niedersächsischen Arztpraxen steht mittlerweile ausreichend Schutzmaterial zur Verfügung. Die niedergelassenen Vertragsärzte sind ausreichend ausgestattet und können somit die Tests vornehmen. „Die Testzentren waren von Anfang an keineswegs als dauerhafte Testeinrichtung vorgesehen“, erklärte Detlef Haffke. Die Ärztinnen und Ärzte sowie der Landkreis wurden über das weitere Prozedere unterrichtet.

Laut dem Geschäftsführer der KV, Helmut Scherbeitz, sei die Schließung auch letztlich eine Kostenfrage. Immerhin mussten Ärzte und die medizinischen Fachangestellten finanziert werden.

Künftig sollen die Tests direkt über die Hausärzte laufen. Diese sind für alle Patienten zuständig, die sich mit entsprechenden Symptomen melden. Auch hier gilt weiterhin: Erst anrufen, dann in die Praxis fahren. Denn der Ablauf kann je nach Praxis unterschiedlich organisiert sein. Auch sei es möglich, so Scherbeitz, dass einzelne Hausärzte keine Testungen vornähmen. Diese können ihre Patienten an andere Hausärzte überweisen. Eine solche Überweisung zwischen Hausärzten ist im Normalfall nicht möglich.

Parallel dazu bleiben die örtlichen Gesundheitsämter für Flächentestungen (etwa bei Fällen in Schlachtbetrieben oder Heimen) zuständig.

Sollte es tatsächlich zu einer zweiten Welle kommen, sei die KV aber bereit, wieder zu unterstützen, betonte Scherbeitz. Die Testzentren (deren Adressen die KV nicht veröffentlicht, damit es nicht zu ungesteuertem Andrang kommt) könnten dann schnell reaktiviert werden.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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