Wildeshausen Wildeshausen ist seit 1977 Luftkurort. Gewuchert wird mit dem Prädikat aber nicht in der Stadt. Lediglich am Eingang des Wohnmobilstellplatzes am Krandel weist ein verblichenes Schild darauf hin. „Als Wildeshausen 1988 Kreisstadt wurde, musste der Hinweis Luftkurort dem Zusatz Kreisstadt auf der gelben Ortstafel weichen“, berichtet die Geschäftsführerin des Verkehrsvereins, Claudia Olberding. Ihr sei das ein Dorn im Auge. Schließlich sei der Status Luftkurort wichtig für den Tourismus. „Seit Jahren fordern wir ein separates Schild an den Ortseingängen. Wir hoffen, dass mit der neuen Zertifizierung 2020 Wildeshausen als Luftkurort wieder präsenter wird.“ Olberding hätte den Hinweis „Luftkurort“ lieber auf der Ortstafel gesehen als den vor kurzem hinzugefügten plattdeutschen Namen Wilshusen.

Zuletzt wurde Wildeshausen 2010 als Luftkurort anerkannt. 2020 läuft das Zertifikat aus. Im neuen Imageprospekt der Stadt wird darauf hingewiesen, dass das Prädikat Luftkurort regelmäßige Untersuchungen der Luft nach Schadstoffen, medizinische Gutachten und eine besondere Infrastruktur wie den Kurpark mit Kneippanlagen und Konzertmuschel, die Tourist-Information und ein umfangreiches Kulturangebot beinhaltet. „Die Sommerkonzerte sonntags auf der Burgwiese gibt es, seit Wildeshausen Luftkurort ist“, erklärt Stadtmarketing-Beauftragte Daniela Baron.

Sie hält das Prädikat für wichtig, um die touristische Entwicklung Wildeshausens auch mit Blick auf das geplante Urgeschichtliche Zentrum weiter zu stärken. „Das Prädikat Luftkurort steht für Qualität – nämlich dafür, dass die Natur hier noch in Ordnung ist“, so Baron. Neben dem Tourismus solle auch das Thema Gesundheit stärker in den Fokus gerückt werden.

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Um den neuerlichen Status Luftkurort zu bekommen, muss nach Darstellung von Baron eine hohe Hürde überwunden werden. Allein das Schadstoffgutachten des Wetterdienstes sei sehr aufwendig. Es würden akribische Messungen vorgenommen. Und all das koste auch viel Geld. Vor zehn Jahren habe die Stadt Kosten in Höhe von 10.000 Euro gehabt.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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