Wildeshausen Die Fachärzte in Wildeshausen rücken stärker zusammen: Seit Anfang Juli wird die Frauenarztpraxis von Dr. Justus Pohl als Zweigpraxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Johanneum geführt. Pohl, der seit 28 Jahren in der Hunte­stadt praktiziert, wird weiterhin eigenverantwortlich unter der angestammten Adresse an der Huntestraße 20 tätig sein. Der 69-jährige Mediziner und sein vierköpfiges Team der Mitarbeiterinnen sind nun jedoch beim MVZ angestellt.

Für die Patientinnen ändert sich zunächst nichts. Die Sprechzeiten bleiben so wie bisher. Bis zu seinem Ruhestand werde er noch eine gewisse Zeit als angestellter Frauenarzt praktizieren, sagte der gebürtige Bielefelder, der vor seiner Zeit in Wildeshausen als Oberarzt in der Frauenklinik des Klinikums Frankfurt-Höchst tätig war. Seinerzeit wurden bei 150 Betten jährlich 3000 Geburten gezählt. Wegen der großen zeitlichen Belastung habe er sich damals entschlossen, sich selbstständig zu machen.

Das sei heute anders: Viele junge Medizinerinnen und Mediziner schreckten davor zurück, eine Einzelpraxis zu führen und die daraus resultierenden Belastungen auf sich zu nehmen. Sie seien es vielmehr gewohnt, im Team zu arbeiten. Auch die Suche nach einer Nachfolgeregelung habe sich als schwierig erwiesen. Daher sei die Verbindung mit dem MVZ Johanneum der richtige Schritt. Die organisatorischen und administrativen Aufgaben lägen nun beim MVZ Johanneum, was ihm ermögliche, sich voll auf die medizinische Versorgung konzentrieren zu können. Eine belegärztliche Tätigkeit sei für ihn nicht vorgesehen.

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Von Synergieeffekten sprach auch Hubert Bartelt, Geschäftsführer des MVZ Johanneum. Die Praxis werde zunächst unter dem Dach des MVZ fortgeführt. Mit dem Eintritt Dr. Pohls in den Ruhestand in einigen Jahren sei die Fortführung der Praxis am Krankenhaus-Standort geplant. Derzeit seien an der MVZ-Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe Ali Mohamed-Pflaum, Iryna Rybakovska, Ute Wrehe und Nicole Ziegler tätig. Bartelt zufolge erhöht sich mit der Integration der Zweigpraxis die Zahl der Kassenarztsitze für den Bereich Gynäkologie in der Region Wildeshausen von drei auf vier Sitze. Während Dr. Pohl ausschließlich ambulant tätig ist, soll sein Nachfolger als Belegarzt des Krankenhauses Johanneum das Team verstärken. Das sei notwendig, da die Geburtshilfe in Wildeshausen stark nachgefragt sei.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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