Wildeshausen Nach einigen ruhigeren Wochen gibt es für die Aktion „Wildeshausen hilft!“ jetzt wieder mehr zu tun. „Die Zahl der Anrufe häuft sich wieder“, sagt Initiator Holger Rinne. Mitte März hatte er die Aktion ins Leben gerufen, um in den Krisenzeiten zusammenzuhalten. Bis heute haben mehr als 100 Personen ihre Hilfe angeboten. Sie werden jetzt benötigt.

Schließlich wurde für mehr als 900 Menschen im Landkreis Quarantäne angeordnet. Das Haus verlassen, um einzukaufen oder mit dem Hund Gassi zu gehen, ist nicht möglich. Besonders die Geestland-Mitarbeiter haben niemanden, der diese Aufgaben für sie übernimmt. Für Holger Rinne und den weiteren Projektmanager von „Wildeshausen hilft!“ war deshalb klar: „Wir mussten aktiv werden.“

Mit Infoblättern, die von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes verteilt wurden, wird auf die Hilfe hingewiesen. Der Text wurde dabei vom Deutschen auch ins Bulgarische, ins Vietnamesische und Arabische übersetzt. „Bei der Umsetzung haben wir tolle Unterstützung von Nataliya Kamenova bekommen“, sagt Rinne.

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Telefonisch oder per Mail kann sich bei „Wildeshausen hilft!“ gemeldet werden, die notwendigen Dinge werden dann von Freiwilligen erledigt. Dazu hat der bulgarische Supermarkt angekündigt, telefonisch bestellte Ware ebenfalls vor die Haustür zu liefern. Bei der Übergabe wird besonders auf die Einhaltung der Hygieneregeln geachtet, so Rinne. Doch es gibt Probleme – nicht nur bei der Sprache, sondern auch bei der Bezahlung. So wurden die Mitarbeiter am Freitagabend nach ihrer vorerst letzten Schicht nach Hause geschickt und mussten sich in die Quarantäne begeben – ohne noch einmal einzukaufen oder Bargeld zu haben. Um das Problem zu lösen, hat Rinne am Dienstag mit der Geestland-Geschäftsführung und den Subunternehmern gesprochen – sie präsentierten eine Lösung. „Wer kein Geld hat, der kann bei seinem Arbeitgeber anrufen. Sie bekommen dann einen Vorschuss nach Hause gebracht“, erklärt Rinne.

Auch betont er: „Den ganz großen Ansturm haben wir derzeit nicht.“ Viel laufe direkt über Geestland und die Subunternehmer. „Hier haben sie sich wirklich gut gekümmert.“ Kurzfristig nimmt Nataliya Kamenova dienstags und donnerstags (15 bis 17 Uhr), Telefon   04431/88 555, Bestellungen auf Bulgarisch entgegen.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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