Wildeshausen /Dötlingen Etwa 103 000 Kubikmeter Schmutzwasser zusätzlich werden in die Kläranlage am Nordring in Wildeshausen gespült, wenn das geplante interkommunale Gewerbegebiet in Hockensberg voll in Betrieb ist. So lautet zumindest die Kalkulation, die in einem Vertrag zwischen der Stadt und der Gemeinde Dötlingen fixiert werden soll. Dötlingen nutzt seit vielen Jahren die Wildeshauser Kläranlage.

In dem 2004 geschlossenen Vertrag ist lediglich eine Höchstmenge von 277 575 m³ vereinbart worden. Expertenschätzungen zufolge soll die Menge auf rund 378 895 m³ steigen. Um die Kosten aufzufangen, standen beim Vertragsentwurf zwei Alternativen zur Diskussion: Dötlingen zahlt einen einmaligen Baukostenzuschuss für die Kläranlage oder die Erhöhung der eingeleiteten Menge fließt in die jährliche Gebührenkalkulation ein. Die Gemeinde selbst favorisiert die Erhöhung der jährlichen Gebühr.

Das war die Diskussionsgrundlage für den Wildeshauser Finanzausschuss, der sich am Donnerstagabend mit dem Vertragsentwurf befasste. Dabei hatten die Ratsmitglieder zunächst diverse Fragen. „Kann auch das Industrie- und Gewerbegebiet Wildeshausen-West an die Kläranlage angeschlossen werden?“, wollte Stephan Rollié (CDW) wissen. Die Kapazitäten seien ausreichend, befand Wirtschaftsförderer Claus Marx. Manfred Rebensburg (Grüne) verstand die Eile nicht: „Vielleicht gibt es ja gar kein Gewerbegebiet.“ Marx wies auf die notwendigen Verfahrensschritte bei der Bauleitplanung hin. Nach der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dötlingen fragte Jens-Peter Hennken (CDW). „Völlig problemlos“, entgegnete Matthias Ruhle, Leiter des städtischen Rechnungswesens. Darauf hin brachte Hennken eine Zusammenarbeit auf anderen Gebieten ins Spiel: So könnten die Bauhöfe von Wildeshausen und Dötlingen fusionieren, um Synergieeffekte zu erzielen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Letztlich empfahl der Ausschuss einstimmig, den Vertrag hinsichtlich der Übernahme der in Dötlingen anfallenden Abwässer abzuschließen. Die Stadt verpflichtet sich, die Benutzungsgebühr für die Abwasserreinigung jährlich im Rahmen der Gebührenkalkulation zu ermitteln und anzupassen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.