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Wildeshausen Selten hat eine Aktion aus dem Stand heraus ein so positives Echo ausgelöst: „Ab ins Wunderland", heißt die Facebook-Gruppe, die der Wildeshauser Christian Harting im Vorjahr mit zwei weiteren Administratoren ins Leben gerufen hatte. „Der Zuspruch war unglaublich“, sagt der 42-jährige Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister. Grund genug für das neue Jahr eine Fortsetzung unter dem Titel „Ab ins Wunderland 2020“ ins Leben zu rufen.

Und darum geht es: Es gibt viele Familien, für die ein Besuch des Miniatur-Wunderlandes in Hamburg schlicht zu teuer sei. Daher haben die Verantwortlichen von Deutschlands größter Modellbau-Landschaft die Aktion „Ich kann es mir nicht leisten“ gestartet. An mehreren Tagen im Januar kommen alle – egal ob Hartz-IV-Empfänger, Alleinerziehende, Flüchtlinge oder Großfamilie, die sich den Eintritt nicht leisten können – umsonst ins Wunderland. Es reiche aus, den Satz „Ich kann es mir nicht leisten“ an der Kasse zu sagen oder einen Zettel vorzuzeigen.

„Eine tolle Aktion“, findet Harting, ein erklärter Fan der Miniaturwelt in Hamburg und des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli. Doch es gebe auch viele Betroffene, die sich nicht einmal eine Anfahrt nach Hamburg leisten könnten. Darum riefen Harting und weitere Beteiligte die Facebook-Gruppe „Ab ins Wunderland“ ins Leben. Wer sich eine Unterstützung wünscht, sollte seine Situation beschreiben. Spender können den Betroffenen beispielsweise ein Bahn-Ticket zukommen lassen. „Mehr als 300 Menschen haben im Vorjahr von der Aktion profitiert“, erzählt Harting. Hunderte von Reaktionen gingen bei den Initiatoren ein. „Ich finde die Aktion super und würde mich auch gerne an Tickets beteiligen“, schrieb beispielsweise Jessica K. Und Binchen H. ergänzte: „Ich würde gerne ein Ticket spendieren.“ Zumeist waren es Familien mit Kindern oder Alleinerziehende, denen ein Benzinzuschuss oder ein Bahnticket spendiert wurde.

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Ein Haken hatte die Sache allerdings: Spender und Beschenkte mussten via Internet zusammenfinden. Das sei in diesem Jahr anders: Spender können in einen „Geld-Pool“ überweisen. Die drei Macher der Facebook-Seite garantieren, dass das Geld bei den Betroffenen ankommt. Mittlerweile hat die Facebook-Seite schon 212 Mitglieder.

Gerrit und Frederik Braun, die Erbauer des Wunderlandes, sind ebenso angetan von der Idee der des Trios um den Wildeshauser Christian Harting. Wie groß die Wertschätzung ist, erlebten die Gründer der Facebook-Gruppe bei einer nächtlichen Exklusiv-Führung durchs Wunderland. Bei der Gelegenheit verschenkten die Brauns drei kleine Kästen mit einer Straßenszene. Darüber schwebt Superman – eine Reminiszenz an den Ausspruch einer Nutzerin der Hilfsaktion, die sich mit den Worten „Für viele Menschen bist Du Superman“ bedankt hatte.


Die Gruppe unter :   https://www.facebook.com/groups/275139509836963/ 
Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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