[VORSPANN] Kurt Eßmann, Zimmermeister im Ruhestand, liegt seit Jahr und Tag mit dem Entwässerungsverband Stedingen im Clinch. Der Grund: Der Hiddigwarder stört sich an der Art und Weise wie der Verband, der zum Teil auch für die Gemeinden Hude und Ganderkesee zuständig ist, seine Beiträge berechnet. Insbesondere mit dem zu zahlenden Erschwerniszuschlag für Hofgrundstücke und überbaute Flächen ist der 67-Jährige nicht einverstanden.

„Die Berechnung des Verbandes beruht auf Festlegungen des Liegenschaftsamtes – wie die zustande kommen, wird den Beitragspflichtigen aber nicht mitgeteilt“, so Eßmann. Allenfalls ein Besuch beim Katasteramt in Brake könne da Licht ins Dunkel bringen.

Weil ein Einspruch gegen den Gebührenbescheid des Entwässerungsverbandes nicht möglich ist, hat Eßmann 2008 und 2009 die Zahlung der Erschwernisbeiträge verweigert und Klage beim Verwaltungsgericht in Oldenburg eingereicht. Das Gericht bot ihm im Juni im Falle einer Rücknahme der Klage eine Teilerstattung der Gerichtskosten an.

Ein Angebot, das Eßmann bislang nicht annehmen mochte. Mehr noch: Er will nun Gleichgesinnte finden, die mit ihm gemeinsam gegen „die Willkür“ des Verbandes streiten.

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Thammo Wenke, Verbandsvorsteher des Entwässerungsverbandes, räumt ein, dass in Einzelfällen „Ungerechtigkeiten“ möglich sind. Die Berechnungsgrundlagen für Beiträge und Erschwerniszuschläge habe aber der Landtag geschaffen.

Der Entwässerungsverband Stedingen pumpt unter anderem Regenwasser, das über die Berne, Hörspe und den Stedinger Entwässerungskanal in die Wesermarsch gelangt, über Pumpwerke in die Weser.

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