Von Markus Minten

Frage: In Ganderkesee gibt es „Zwaig“, die CDU hat noch eine Lehrstelleninitiative gestartet. Aber längst nicht alle Jugendlichen haben einen Ausbildungsplatz. Woran liegt’s?

Schmelter: Dafür gibt es viele Gründe. Sicher kann es in einem Ort wie Ganderkesee nicht so viele Ausbildungsplätze wie Bewerber geben. Also ist auch Mobilität gefragt. Dass die Lage am Ausbildungsmarkt nicht so gut ist, liegt zum Teil auch daran, dass Arbeitgeber in diesem Jahr recht spät dran sind. Für viele war die wirtschaftliche Lage schwierig einzuschätzen.

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Frage: Und was tut die Arbeitsagentur?

Schmelter: Wir unternehmen große Anstrengungen, wie berufsvorbereitende Maßnahmen. So vermitteln wir etwa Praktika, damit auch Schüler mit einem nicht so guten Zeugnis im nächsten Jahr einen Ausbildungsplatz finden. Und für den Oktober planen wir eine Nachvermittlung. Da bin ich sehr optimistisch, dass wir – auch über einen Zuschuss – noch einige Betriebe motivieren können.

Frage: Häufig wird geklagt, dass nur noch kleine und mittelständische Unternehmen ausbilden, die großen nicht.

Börchers: Das kann ich für diese Region nicht bejahen. Hier bilden auch viele große Betriebe aus. Aber man muss immer die Struktur der Betriebe sehen. Manchmal werden solche Entscheidungen in internationalen Zentralen getroffen und die Geschäftsführer vor Ort können in den wenigsten Fällen etwas tun.

Frage: Neben Noten in Mathe und Deutsch gucken Chefs immer mehr auch auf Benehmen und Umfeld. Warum?

Börchers: Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ist das persönliche Umfeld ganz wichtig. Wenn das stimmt, verhalten sich die Bewerber auch ganz anders. Wir müssen schon während der Schulzeit die Eltern mit in die Verantwortung nehmen. Ihnen muss klar sein, worauf es bei den Kindern nach der Schule ankommt.

Schmelter: Nur leider wissen das viele Eltern selber nicht. Und da können wir in einem knappen Jahr in den Maßnahmen nicht viel machen.

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