Hude „Inventur? Die haben wir bereits hinter uns“, sagt Mona Barthel gelassen am Donnerstag, während sie in ein Paar Damensneaker pinke Schnürsenkel einfädelt. Bevor es mit der jährlichen Bestandsaufnahme im Huder Schuhgeschäft Schrittmacher losgehen konnte, musste natürlich einiges vorbereitet werden. „Die 54 Regale mussten beschriftet werden, und auch im Lager musste alles vorbereitet werden für die Zählung“, sagt Barthel.

Zur Inventur ist jeder Kaufmann per Handelsgesetzbuch (HGB) verpflichtet, und zwar wenn er ein Unternehmen gründet, übernimmt oder wenn er es schließt sowie zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres. Mittels der Zählung werden zu einem Stichtag Vermögenswerte oder Schulden eines Unternehmens ermittelt und schriftlich festgehalten.

Innerhalb eines Tages war die Inventur für Schrittmacher in diesem Jahr erledigt. Dank des Warenwirtschaftsystems, welches Barthel nutz, kann sie mit den ERN-Scanner, mit dem sie sonst die Preise in die Kasse eingibt, alle Artikel einlesen und direkt an das System senden, das den Bestand erfasst.

Nicht ganz so zügig geht es im Spielwarengeschäft Schote zu. Ganz traditionell mit Stift und Inventurliste arbeiten sich Inhaber Fritz Klein und seine Frau Roswitha durch die Waren, die auf den 100 Quadratmeter Verkaufsfläche sortiert sind.

„Wir sind mit dem Großteil schon fertig“, sagt Klein. Geschlossen wird das Geschäft nicht für die Bestandsaufnahme. „Immer wenn gerade Zeit ist, arbeiten wir uns weiter vor“, sagt der Inhaber.

Die Inventur sei deshalb so mühsam, da eben wirklich jeder Artikel einzeln zu erfassen sei. Eine digitale Lösung komme für ihn aber nicht in Frage, sagt Klein.

In Hudes Supermärkten Irma & Aktiv und E-Center steht die Inventur noch an.

„Am 31. Januar geht es bei uns los“, sagt E-Center Filialleiter Robert Meyer. Das Geschäft wird dafür nicht geschlossen.

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50 Aushilfen werden die Mitarbeiter in der Zeit von 7 bis 15 Uhr unterstützen und die Waren vorzählen und Notizen an den Regalen anbringen. Anschließend werden Mitarbeiter die Stückzahlen mit einem mobilen Datenerfassungsgerät eingeben. „Besonders unbeliebt ist es, die kleinteiligen Waren zu zählen, wie Grußkarten, Kosmetika und Gewürze“, sagt Meyer.

Irma & Aktiv führt die Inventur an diesem Sonntag in der Zeit von 7 bis 13 Uhr durch. „Im Lager geht es schon am Samstag los“, sagt Filialleiter Uli Stenzel. Die 40 Mitarbeiter erhalten Unterstützung von 25 Aushilfen, wenn es wie in jedem Jahr heißt: „Jeder Artikel zählt.“

Sophie Schwarz Volontärin / NWZ-Redaktion
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