WARDENBURG Es wäre für ihn ein Leichtes, im Glanze des Erfolges sich ins rechte Licht zu rücken. Doch der Wardenburger Fred Bartels verzichtet darauf. „Nein, ich habe damals nicht geahnt, dass Weltino einmal sportlich so stark sein wird“, sagt der Pferdezüchter. Dies ist auch verständlich, schließlich verkaufte er den Hengst bereits als junges Fohlen.

Was damals keiner ahnte: Der 1996 geborene Oldenburger – Warmblüter wie alle Tiere dieser Rasse – hat als Dressurpferd mittlerweile eine Lebensgewinnsumme von 53 883 Euro gesammelt. Zu den herausragenden Ergebnissen zählen ein zweiter Platz beim Nationenpreis in Rotterdam und der vierte Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Dressurreiter in Gera 2007. „Neben der Anlage hängt natürlich auch viel davon ab, wie gut die Ausbildung des Pferdes ist“, betont Bodo Willms. Als Repräsentant des Vorstandes des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes zeichnete Willms jetzt Fred Bartels mit der silbernen Nadel für besondere züchterische Leistungen aus. Der Wardenburger liegt derzeit bundesweit auf Platz fünf der von seinen gezüchteten Pferden gesammelten Lebensgewinnsumme. 2007 war er zudem der sportlich erfolgreichste Züchter in dem Verband.

1988 hat Fred Bartels gemeinsam mit seinem Vater Heino die Zucht der Oldenburger begonnen. 1990 warf die Mutterstute Arcadia, die Bartels gemeinsam mit dem Westerburger Heinz-Heinrich Neuhaus das erste Fohlen. Generell stehen den Warmblütern zwei unterschiedliche sportliche Bereiche offen: die Dressur oder der Springsport. Bartels entschied sich für ersteres. „Schönheit, Gangvermögen, Rittigkeit – die Konzentration und Mitarbeit des Pferdes während der Dressur“, nennt der Wardenburger als seine Zuchtziele. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen: mittels künstlicher Besamung versuchen die Züchter, die ideale Kombination der Anlagen von Stute und Zuchthengst zu finden.

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6000 Züchter sind im Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes Mitglied, 9500 Stuten und 4800 Fohlen registriert. Das Kerngebiet des Verbandes reicht von Wangerooge bis Damme. Darüber hinaus hat der Verband allerdings auch Züchter in Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Bayern, mittlerweile selbst in anderen EU-Ländern gewinnen können.

Die Zeiten, wo hauptsächlich Landwirte die Pferdezucht betrieben, sind laut Willms zumindest in Deutschland vorbei. Nur 30 Prozent kommen noch aus diesem Bereich, 70 Prozent der Züchter besitzen einen anderen beruflichen Hintergrund. Fred Bartels macht als Immobilienhändler da keine Ausnahme.

Oldenburger Pferde konkurrieren laut Willms national und international mit den beiden anderen Zuchtlinien aus Westfalen und Hannover. Während letztere auf einer staatlichen Hengsthaltung basieren, sind viele Oldenburger in privater (Züchter-)Hand. Der Verbandsvorstand wertet dies als Stärke: „Wir sind so tendenziell innovativer“, meint Willms.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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