Wardenburg Vereidigt wurde er bereits Ende Januar im Ausschuss für Planung und Entwicklung. Doch nicht nur dort wird Dr. Horst-Herbert Witt künftig als beratendes Mitglied tätig sein. Auch im Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt und Energie, der an diesem Mittwoch ab 17 Uhr im Wardenburger Rathaus tagt, wird der Agraringenieur mit seinem fundierten Wissen die Beratungen des Gremiums unterstützen.

Witt sitzt als Vertreter der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) in den beiden Fachausschüssen. Dieser Platz war nach dem Fortgang von BSH-Geschäftsführerin Kathrin Kroker-Gembler im vergangenen Jahr kurzzeitig vakant.

Zwar ist der 77-Jährige erst seit kurzer Zeit Mitglied der BSH, „aber ich bin schon seit vielen Jahren ein Sympathisant und habe viele ihrer Vorträge besucht“, sagt Horst-Herbert Witt in einem Gespräch mit der NWZ. Dass der gebürtige Braunschweiger außerhalb Wardenburgs, nämlich in Bad Zwischenahn zu Hause ist, spielt für seine Beraterfunktion in den Wardenburger Ausschüssen keine Rolle.

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Im Ammerland ist Horst-Herbert Witt kein Unbekannter. Ist er doch Ideengeber für das 1995 gegründete Niedersächsische Gartenkulturzentrum (heute Park der Gärten) in Rostrup. Zudem war er von 1977 bis 2000 Direktor der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Bad Zwischenahn. In dieser Zeit engagierte er sich auch in der Projektforschung zum Thema „Ressourcenschonende, ökologisch-ökonomische Produktionsverfahren im Gehölzanbau“.

Witt forschte unter anderem zu Wasser- und Düngerrecycling, Kompostierverfahren sowie Wasserreinigung durch Repositionspflanzen. „Es gibt kein Wasser, das man nicht durch Pflanzen reinigen kann“, fand Witt im Laufe seines Forscherlebens heraus. Auch die Selektion von klimaresistenten Pflanzen gehörte zu Witts Spezialthemen. Leider würden manchmal wissenschaftliche Ergebnisse verschleppt und daraus resultierende Innovationen verhindert, muss der Doktor für Gartenbauwissenschaften aus eigener Erfahrung bedauernd feststellen. Denn Witt ist überzeugt: „Es gibt für alles eine technische Lösung.“

Als Gutachter und Berater war der dreifache Vater 20 Jahre lang im In- und Ausland gefragt, unter anderem in Kanada, Saudi-Arabien und Russland. Doch nicht nur mit Neuerungen in Gartenbau und Landwirtschaft beschäftigt sich der ehemalige Lehrbeauftragte „Chemie“ an der Fachhochschule Osnabrück. Sein Interesse gilt außerdem der Systemanalyse, Kybernetik, Technik, dem Verkehr und der Denkmalspflege. Die Gründung der Sektion Gartendenkmalpflege in der Oldenburgischen Landschaft zählt zu Witts jüngsten Initiativen.

In seiner Funktion als beratendes Ausschussmitglied lernt Horst-Herbert Witt die kommunalpolitische Arbeit einmal von einer anderen Seite kennen, denn in den 90er-Jahren war er bereits gewählter Mandatsträger im Zwischenahner Gemeinderat und im Ammerländer Kreistag.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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