Wardenburg „Landwirtschaft im Spannungsfeld“: So lautete das Thema des Vortrags von Albert Schulte to Brinke, Präsident des Landesbauernverbandes Landvolk Niedersachsen, im Anschluss an die Vertreterversammlung am Vormittag (siehe oben stehender Artikel). Bevor er das Wort ergriff, äußerten sich aber noch einige andere Gäste zum Thema und zur Ablösung von Jürgen Seeger an der Spitze des Kreislandvolks.

Zunächst begrüßte Seeger die – trotz Corona-Krise – zahlreichen Gäste und wies auf die „stürmischen Zeiten“ für Landwirte hin. Ihr Verhalten bei den „riesigen Trecker-Demos“, die mehrere Gründe hätten, nannte er beeindruckend. „Wir können mit weniger Dünger keine Qualität erzeugen“, gab er die Richtung des späteren Vortrags direkt vor und thematisierte auch die Mäuseplage: „Die Grasnabe ist von unten abgefressen. Die Weide ist schwarz.“

Landrat Carsten Harings bedankte sich bei Seeger für die jahrelange gute Zusammenarbeit und stellte fest, dass die Landwirte mit ihren Aktionen in der politischen und öffentlichen Diskussion viel Verständnis geweckt hätten. Er warnte aber davor zu überziehen. Die Wahrheit läge immer in der Mitte und alle Seiten müssten aufeinander zugehen.

Auch Schulte to Brinke pries Seegers Arbeit, der sich auf vielfältige Weise für die niedersächsischen Bauern engagiert habe. Für dieses Engagement überreichte er ihm die Goldene Ehrennadel des Verbandes.

„Wir Landwirte scheinen zum Spielball von Politik und Gesellschaft zu werden“, begann Schulte to Brinke seinen Vortrag. Bauern würden den Naturschutz sehr ernst nehmen, mit Halbwahrheiten aber zum Sündenbock gemacht. Durch Auflagen der Politik und einen fehlenden finanziellen Ausgleich würde ihnen ein fairer Wettbewerb mit dem Ausland erschwert. Außerdem sei es schwierig, den Ökolandbau zu pushen, wenn der Markt nicht nachziehe: „Ich glaube nicht, dass die Bürger mehr zahlen werden.“

Florian Mielke Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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