Wardenburg /Höven Das geplante Neubaugebiet an der Stapelriede nimmt Formen an: Im jüngsten Planungsausschuss stellte Diedrich Janssen vom Oldenburger Planungsbüro NWP einen Entwurf vor. Janssen hatte auch die Planungswerkstatt begleitet und einige Ideen der Teilnehmer hier miteinfließen lassen.

Der jetzige Entwurf sieht 58 Grundstücke für Einfamilienhäuser vor, wobei jedes Grundstück eine Mindestgröße von 700 Quadratmetern haben soll. Die Häuser dürfen ein Vollgeschoss haben, pro Wohneinheit muss mindestens ein Parkplatz vorgehalten werden. Vorgesehen ist, eine begrünte Vorgartenstruktur zu bekommen. Hier sind keine Garagen zugelassen, auch Kiesflächen, Pflasterungen oder ähnliches sind nur für eine höchsten fünf Meter breite Zufahrt möglich. Vier Grundstücke in dem Areal sind für Mehrfamilienhäuser mit einer Grundstücksgröße von 900 Quadratmetern und vier bis sechs Wohneinheiten vorgesehen. Auch hier muss entsprechende Pkw-Parkfläche vorgehalten werden. Hier gilt: Mindestens eine Wohnung pro Haus muss eine Sozialwohnung werden.

Zwölf Wohnungen und zwei Läden sollen in dem Neubau an der Oldenburger Straße entstehen. BILD: Anke Brockmeyer

Neubau an der Oldenburger Straße

Bautätigkeit auch an der Oldenburger Straße: Ein neues Wohn- und Geschäftshaus wird demnächst auf dem Grundstück Oldenburger Straße/Ecke Friedrichstraße gebaut. Zwei Geschäftseinheiten und zwölf Wohnungen sollen hier entstehen, der Großteil soll senioren- und auch behindertengerecht sein. Je nach Wetterlage werden die Bauarbeiten in den nächsten Tagen beginnen, insgesamt rechnet der Eigentümer mit einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren.

„Wir halten Abstand zu der bestehenden Wohnbebauung, zudem wird das Gesamtgebiet umgrünt“, betonte Janssen in seiner Präsentation. Konkret ist ein Abstand von zehn Metern zu den jetzigen Häusern vorgesehen, außerdem ein Grünzug entlang des Bachs Stapelriede. Die bestehenden Gehölze könnten als „Grünfinger“ erhalten bleiben. Zufahrten in das Neubaugebiet sollen über die Straßen Zum Fladder, Stapelriede und Mühlenstraße entstehen.

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Insgesamt entstehen nach dieser Planung auf dem 70 000 Quadratmeter großen Areal 45 000 Quadratmeter Bauland, elf Prozent (gut 8000 Quadratmeter) werden öffentliche Grünflächen. „Das ist auch eine ökologische Erschließung“, betonte Janssen. Das sah mancher Ratsherr anders. Detlef Bollmann (Grüne) etwa fehlten einige Aspekte, die in der Planungswerkstatt erarbeitet worden waren – beispielsweise das Mäandern der Stapelriede oder die Frage der Energiebereitstellung. Ein Mäandern des Bachlaufs sei „für dieses Konzept unschädlich“, beschied Janssen. Und auch nachhaltige Energiekonzepte seien möglich.

Hajo Suhr von der CDU regte an, die Mindest-Grundstücksgröße auf 600 Quadratmeter zu verringern, um den Immobilienerwerb für junge Familien bezahlbarer zu machen. Ein entsprechender Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Neue Baugrundstücke – allerdings im weitaus kleineren Stil – sollen auch in Höven entstehen. Sechs Grundstücke mit einer Größe von 900 Quadratmetern sind gegenüber der Hofstelle Bolling an der Straße Zum Reitplatz geplant. Vorgeschrieben werden soll hier eine ortstypische Bebauung, so sind beispielsweise Flachdächer und Mehrfamilienhäuser nicht erlaubt. Bereits 2012 hatte es Baubestrebungen gegeben, ein entsprechender Bebauungsplan war damals aufgrund von Formfehlern allerdings nicht rechtskräftig geworden. Dem Bürgerverein Höven waren die neuen Pläne bereits im August 2018 vorgestellt worden und auf große Zustimmung gestoßen.

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Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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