Wardenburg Seit etwa eineinhalb Jahren verfolgt eine Bürgerinitiative in Wardenburg die Idee, genossenschaftliches Wohnen in Wardenburg umzusetzen. Jetzt werden die Pläne konkreter: Die Bürgerinitiative hat nun Baugebiete im Blick, auf denen bezahlbarer Wohnraum entstehen soll. Um weitere Mitstreiter zu gewinnen, veranstaltet die Initiative am Dienstag, 14. Mai, eine Informationsveranstaltung im Wardenburger Hof, Oldenburger Straße 255. Beginn ist um 19 Uhr. Jeder ist willkommen.

Wohnraum fehlt

„Wir wollen uns dafür einsetzen, langfristig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen für Menschen die ein niedriges Einkommen haben“, sagt der Initiator Detlef Bollmann. Er ist Ratsmitglied in der Gemeinde Wardenburg, tritt in dieser Sache aber als Privatperson auf, wie er betont. Sowohl sozialer als auch bezahlbarer Wohnraum fehle in der Gemeinde Wardenburg. Das besagt das aktuelle Wohnraumversorgungskonzept für den Landkreis Oldenburg aus dem Jahr 2016. Darin steht geschrieben: „Etwa 50 Mietwohnungen müssen den einkommensschwachen Haushalten zugute kommen. Dies ist insbesondere durch den Bau von preisgebundenen Wohnungen zu erreichen.“ Zwar gibt es laut Dokument zahlreiche Neubauten in Wardenburg, allerdings dennoch „Engpässe“ im Preisbereich, den sich einkommensschwache Haushalte leisten können – und vor allem kleine Wohnungen. Bei etwa gleichbleibender Bevölkerungszahl bis 2030 wird es mehr Haushalte, aber kleinere geben.

Das ist die Idee

Mehr Infos Bei der Veranstaltung:

Einladung: Zu einer Infoveranstaltung lädt Detlef Bollmann, Ratsmitglied der Gemeinde Wardenburg (Die Grünen) am Dienstag, 14. Mai, ein. Beginn ist um 19 Uhr im Wardenburger Hof, Oldenburger Straße 255.

Inhalt: Es soll ein Wohnungsbauprojekt in Form einer Genossenschaft auf den Weg gebracht werden, um bezahlbares Wohnen zu ermöglichen und Zukunftsmodelle für das Zusammenleben zu schaffen.

Mit dabei: Eine Vertreterin vom Genossenschaftsverband Weser-Ems wird bei der Veranstaltung beraten.

Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, soll eine Genossenschaft gegründet werden. Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von Personen, die eine Erwerbstätigkeit bezwecken oder die wirtschaftliche oder soziale Förderung ihrer Mitglieder. Dazu dient ein gemeinschaftlicher Geschäftsbetrieb.

Auf diese Weise könne Eigenkapital zusammengetragen werden, um Mehrfamilienhäuser mit vier bis sechs Wohnungen zu bauen, sagt Bollmann. Diese sollen zum Teil als Sozialwohnungen vermietet werden, aber auch als Wohnung mit günstigen Mieten zur Verfügung stehen, beispielsweise für ältere Menschen oder Menschen mit geringem Einkommen.

Günstig angeboten werden könnten diese Wohnungen, so Bollmann, weil die Verzinsung relativ gering sei. „Es gibt Dividenden, aber im Vordergrund steht es, soziale Verantwortung zu übernehmen und der gemeinschaftliche Zweck der Genossenschaft.“ Darüber hinaus gebe es für den Bau von sozialem Wohnraum Förderungsmöglichkeiten vom Land Niedersachsen. Erst kürzlich hat die Landesregierung weitere 400 Millionen Euro für die sozialen Wohnraumförderung zur Verfügung gestellt. „Auch die Gemeinde Wardenburg hat signalisiert, die Idee zu unterstützen“, sagt der Wardenburger. So hofft er auf besonders niedrige Grundstückspreise für Gemeindegrundstücke.

Firmen angesprochen

Nun sucht die Initiative weitere Mitstreiter. Insbesondere hofft Bollmann auf die Unterstützung und Teilnahme von örtlichen Unternehmen. „So können sich die Firmen für bezahlbaren Wohnraum für ihre Mitarbeiter einsetzen.“ Doch jeder, der investieren wolle und Interesse hat, das Projekt zu unterstützen, könne mitmachen. Ob Privatperson, Parteimitglieder oder Unternehmer.

Wie groß der Umfang des Projektes sein wird, steht noch nicht fest. Das hänge letztendlich von den finanziellen Möglichkeiten ab, sagt der Wardenburger. Auf einer Veranstaltung im vorigen Jahr zum gleichen Thema habe er viel Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren. So hofft Bollmann auf viele interessierte Gäste, die zur Informationsveranstaltung kommen.

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Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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