Wildeshausen Die Vorstellung der Pläne für den Anbau der Wallschule hat sich im städtischen Schulausschuss zu einer anderthalbstündigen Diskussion über Raumprobleme und die Zukunft der drei Wildeshauser Grundschulen entwickelt. Am Ende stand die Entscheidung, erst einmal knapp eine Million Euro in die Hand zu nehmen, um drei Klassenräume, einen Gruppen-, einen Nebenraum und eine behindertengerechte Toilette errichten. Damit sollen zum Schuljahr 2017 die größten Platzprobleme der Grundschule gelöst und die Containerklassen auf dem Schulhof wieder abgebaut werden.

Gleichzeitig soll Architekt Karl-Wilhelm Jacobi planen, den Anbau aufzustocken und eine Mensa an die Sporthalle anzubauen. Darauf hatten CDU und SPD gedrängt. Die beiden Fraktionen waren nämlich enttäuscht von den Plänen der Stadtverwaltung, die Wallschule lediglich um einige Klassenräume zu erweitern. Beide Fraktionen wollen bereits jetzt das Ziel einer Ganztagsschule verankert sehen. Dazu gehört nach Ansicht von Günter Lübke (CDU) auch eine Mensa.

Die Stadtverwaltung habe sich bei ihrem Entwurf an der Vorgabe der Haushaltsberatung orientiert, keine neuen Schulden zu machen und die dringendste Raumnot an der Wallschule zu beheben, betonte Hans Ufferfilge (Verwaltung). Der Anbau sei im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt die erste Ausbaustufe der Wallschule. So sahen das auch Bürgermeister Jens Kuraschinski, Wolfgang Däubler (UWG) und Lars Kosten (FDP).

Stefan Brors widersprach seinen CDU-Fraktionskollegen Wolfgang Sasse und Günter Lübke. Er betonte die ebenso große Raumnot an der Holbeinschule und Sankt-Peter-Schule. „Wir brauchen jetzt eine Lösung für die ganze Stadt und nicht nur für die Wallschule“, so Brors. Er brachte den alten Plan einer vierten Grundschule ins Spiel.

Schuldezernent Wolfgang Schwarberg wies darauf hin, dass angesichts der Schülerzahlen langfristig zehn Züge pro Grundschuljahrgang in Wildeshausen realistisch seien und damit drei solide geführte Grundschulen benötigt würden. Der Anbau an die Wallschule bringe in jedem Fall schon mal eine Entlastung. Günter Lübke betonte in diesem Zusammenhang das Ziel, die Wallschule dauerhaft wieder wie vorgeschrieben auf eine Vierzügigkeit zurückzubringen. Derzeit wird sie aufgrund des Schülerandrangs fünfzügig geführt.

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Allen Ratsvertretern war im Ausschuss die Enttäuschung anzumerken, dass erst einmal nichts aus der erhofften Übernahme der Hunteschule wird. Der Landkreis braucht die Förderschule an der Heem­straße noch selber. Zum nächsten Schuljahr wird dort eine weitere fünfte Klasse eingeschult. Die Stadt kann die Hunteschule für 550 000 Euro zurückkaufen, wenn der Kreis sie nicht mehr benötigt. Darauf hatte die Stadt kurzfristig gehofft, um dort die Sankt-Peter-Schule unterzubringen. So wären alle Raumprobleme der drei Grundschulen mit einem Schlag gelöst gewesen.

Weil die Schule – wenn überhaupt – derzeit nicht zu haben ist, brachte Wolfgang Sasse die Idee ins Spiel, die im Haushalt eingeplanten 550 000 Euro zusätzlich an der Wallschule zu investieren. Den dort geplanten Anbau aufzustocken würde nach erster Schätzung von Architekt Jacobi 650 000 Euro kosten.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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