Harpstedt /PK – Die gelbe Fahne am Wagen 56 wehte am Sonntagmittag steif im Wind. Früher signalisierte sie: Hier ist ein Postbeamter an der Arbeit und der Schalter ist besetzt. Auch heute hat sie noch ihre Gültigkeit und ist ein Signal dafür, dass der Waggon Zug-Personal führt. Nur eine kleine Geschichte, die am Rande der Einweihung des restaurierten Packwagens der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde (DHEF) auf dem Bahnhof in Harpstedt ihre Runde machte.

Zahlreiche Freunde alter Bahntechnik und Fahrgäste hatten sich auf dem Bahnhof in Harpstedt eingefunden. Für viel Nostalgie-Gefühl sorgte nicht nur die fahrbereite Dampflok der Museumseisenbahn Jan Harpstedt, sondern auch das Spiel eines Drehorgelspielers.

Stellvertretender DHEF-Vorsitzender Uwe Dierks freute sich zur Neu-Indienststellung des Packwagens über den Besuch von Sponsoren, Ingo Fichter von der Samtgemeindeverwaltung und Dünsens Bürgermeister Hartmut Post.

„Beim Wagen 56 der DHEF handelt es sich um einen Ge-päck- und Postwagen, der vermutlich 1914 von der Firma Beuchert & Co gebaut worden ist“, so Dierks. Ab 1914 war der Waggon bei der Butzbach-Lichter Eisenbahn im Ein-satz, ab 1967 bei der Braunschweiger-Schöninger Eisen-bahn. Nach dem Umbau kam der Wagen 1971 zur Farger-Vegesacker Eisenbahn. 1994 übernahm die DHEF den Gepäckwagen und stellte ihn nach einer Teilrekonstrukti-on von 1996 bis 2011 als Dienstwaggon in Betrieb. Ende der Fahrsaison 2011 wurde der Wagen zur Aufarbeitung außer Dienst gestellt.

Nach 2500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit gilt der Wa-gen 56 als weiteres Schmuckstück der Museumsbahn. Neue Pufferbohle, mehr Haltegriffe und Trittbretter wurden montiert, Dach und Wände erneuert beziehungsweise rekonstruiert. Arbeiten, die unter der Projektleitung von Torben Kluwe und Torsten Bächler vonstatten gingen. Besondere Aufmerksamkeit legten die Eisenbahner auf das Postabteil, das weitestgehend originalgetreu, aber ohne Innenabtrennung, mit Außentüren und Briefeinwurfschlitz wieder vorhanden ist.

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Das war für Bürgermeister Hartmut Post die beste Gele-genheit, symbolisch eine Postkarte der DHEF in den Briefschlitz am Wagen einzuwerfen. Mit dem Kommentar: „Ich heiße nicht nur Post, sondern arbeite auch bei der Post und bin auch Jahrgang 1956. Mehr kann ich eigentlich mit dem Wagen 56 nicht gemeinsam haben“, scherzte der Bürgermeister.

Gleichzeitig sprach er den Eisenbahnfreunden eine Einladung für 2014 aus. Dann wird in Dünsen das 825-jährige Orts-Bestehen gefeiert und ein Teil der Feier soll die Kleinbahn sein. Uwe Dierks: „Wir werden dabei sein.“

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