Ganderkesee „Wir wissen von den Weltmeeren weniger als aus dem Weltall.“ – Der, der das sagt, ist weder Ozeanograph noch Astronaut. Vielmehr ist Klaas-Heinrich Peters gelernter Bauingenieur. Am Mittwoch, 26. Februar, will der Oldenburger helfen, den Wissenspegel über die Weltmeere zu erhöhen – und erklären, wie diese unser Klima bestimmen. „Wetterküche Ozean“ hat er seinen Vortrag überschrieben.

Peters’ Thema reiht sich ein in die Vortragsabende der regioVHS Ganderkesee-Hude rund um den Klimawandel. Dass da dem Wasser eine herausragende Rolle zukommt, steht für den 69-Jährigen außer Frage: „71 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt.“ 88 Prozent des Wasserdampfes für den globalen Haushalt stamme aus der Meeresverdunstung. Was das heiße, habe der Meteorologe und Klimatologe Hermann Flohn einmal so ausgedrückt: „Die Zukunft unseres Wetters wird sich in den Wolken abspielen.“

Was das Klima und den Klimawandel angeht, so habe es in den zurückliegenden dreieinhalb Jahrzehnten „viele Fehleinschätzungen“ gegeben, zog Peters Bilanz. Beispielhaft erinnerte er an Warnungen vor einer vermeintlich drohenden Eiszeit oder einem um 60 Zentimeter steigenden Meerespegel. Mittlerweile sei eine Versachlichung festzustellen.

Dennoch: Nach wie vor würden Fehleinschätzungen kursieren. Ein Beispiel? Wenn die Arktis in Folge des Klimawandels in einigen Jahren eisfrei sein sollte, „wird das ohne Auswirkungen auf die Meereshöhe sein“. Schließlich gelte auch dort das archimedische Prinzip.

„Sehr schwer“ ist es nach Ansicht des Referenten, Klimaprognosen zu erstellen. Was denkbare Szenarien angeht, „scheinen eher die Pessimisten Recht zu behalten“.

„Was wir haben“, sei ein Anstieg bei der Zahl der Extremwetterlagen in der Folge einer Erwärmung der Weltmeere, einer vermehrten Verdunstung und Wolkenbildung. Was bei den Extremwetterlagen auch anders geworden sei: „Früher hatten wir Vorwarnzeiten.“

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Hingegen mache ihm die Höhe der Deiche in Deutschland „keine Sorgen“. Zu diesem Thema wird Peters in einem weiteren Vortrag am 9. April Stellung nehmen. „Sturmfluten und Hochwasser in Vergangenheit und Gegenwart“ wird dann das Thema heißen.

Der Vortrag am 26. Februar beginnt um 19 Uhr im Haus Müller. Die Gebühr: 7,50 Euro.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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