GANDERKESEE Die Pläne der Gemeinde, den Radweg an der Westseite der Urneburger Straße vom neuen Baugebiet bis zur Wittekindstraße durchzuziehen und dabei die Ahornbäume zu schonen, scheinen geplatzt. Bei der Sitzung des Ausschusses für Straßen, Verkehr, Umweltschutz und Landwirtschaft am Mittwochabend kündigten zwei Grundeigentümer bereits an, dass sie nicht verkaufen würden. Am Ende zog Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas die Bremse: Sie regte an, das Thema „Urneburger Straße“ von der Tagesordnung zu nehmen – und alle Politiker folgten diesem Vorschlag.

Bei der Sitzung sah sich insbesondere die Verwaltung massiven Verwürfen ausgesetzt. Eine Stunde lang wetterten Anwohner der Urneburger Straße gegen den dort geplanten Geh- und Radweg, gegen die ihrer Ansicht nach zu nah an der Straße errichtete Lärmschutzwand, gegen den zunehmenden Schwerlastverkehr vor den Haustüren.

Ein zentraler Vorwurf: Die Gemeinde habe zugesagt, dass den Altanwohnern im Zusammenhang mit dem neuen Baugebiet keine Kosten entstünden. Doch jetzt werde für die „neuen“ Bürger der Radweg gebaut – und die „alten“ würden zur Kasse gebeten. Fachbereichsleiter Peter Meyer hielt dagegen: Zwischen Baugebiet und Radweg gebe es keinen Zusammenhang. Schon im Jahr 2003 habe der Rat für den Radweg plädiert – was die protestierenden Bürger aber nicht überzeugte.

Ein anderer Streitpunkt: Immer mehr Lkw-Durchgangsverkehr rolle durch die Straße – obwohl das doch verboten sei. „Da haben wir nicht viel geschafft“, räumte die Bürgermeisterin ein. Was den kritisierten Verlauf der Lärmschutzwand angeht, solle kurzfristig nachgemessen werden, sicherte sie zu.

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Als Anwohner des unteren Abschnitts (Wittekindstraße bis Bahn) regten Roland Bittner und Christa Stumpe an, die Ahornbäume zu fällen, die beim Herunterfahren vom Grundstück die Sicht nähmen. Ein Verkauf eines Grundstücksstreifens komme nicht in Frage. Es sei nicht hinnehmbar, wenn einerseits für die Neubürger eine Lärmschutzwand gebaut werde, andererseits „bei uns der Verkehr noch dichter ans Haus kommt“, so Christa Stumpe.

Die Bürgermeisterin sagte, sie wolle mit den Grundeigentümern des unteren Abschnitts ins Gespräch kommen. Der Tagesordnungspunkt wurde abgesetzt, ohne behandelt worden zu sein.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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