WILDESHAUSEN Seit Jahren pflegt Gerold Pieper die Seitenränder der Almswegbäke in Regente (Gemeinde Großenkneten). Andernfalls verkomme der Zufluss zu den Ahlhorner Fischteichen, erzählte der 48-jährige Landwirt. Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement wurde Pieper am Donnerstag mit dem Umweltschutzpreis der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet. Er ist einer von vier Preisträgern.

Die Arbeit sei von „unschätzbarem Wert“ für den Landkreis Oldenburg, würdigte Michael Feiner, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, den „verdienstvollen Einsatz“ der Umweltschützer. Angesichts der Überlastung der natürlichen Ressourcen gehörten sie zu jenen, die nicht tatenlos zusehen. „Tragen Sie den Umweltgedanken weiter in die Fläche“, appellierte er bei der Feierstunde im Kreishaus im Beisein von Landrat Frank Eger und Vertretern der Kreistagsfraktionen.

Feiner, von Beruf Förster, freute sich, im „Jahr der Wälder 2011“ sechs private Waldbesitzer für die naturnahe Bewirtschaftung des Waldgebietes „Im Schlage“ in Groß Köhren (Gemeinde Beckeln) auszeichnen zu dürfen. Dies sind Rudolf Alfken, Heinz Behrens, Gerhard Gaumann, Anja Nienaber, Volker Rohlfs und Helmut Sander. Beckelns Bürgermeister Heinz Nienaber wies darauf hin, dass der Wald mit seinen 28 Biotopen „unverfälscht geblieben“ sei. Das Preisgeld, je 100 Euro, solle wieder „Im Schlage“ eingesetzt werden. Gert Weidenhöfer, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Hoya, hatte das Team vorgeschlagen.

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Ausgezeichnet wurde auch der Freundeskreis um Marcel und Christian Wilke, der in Halenhorst 45 Nistkästen für Meisen gebaut und im Ort verteilt hat. „Der Winter war so kalt und dunkel. Da haben wir wie in einer kleinen Manufaktur die Nistkästen gebaut“, berichtete Torsten Schröder im Namen von Benjamin Adams, Henrik Boxberger, Nadine Hellbusch, Patrick Kerber und den Wilke-Brüdern. Ein neues Projekt habe die Gruppe bereits im Auge.

Für seine kontinuierliche und langjährige Kinder- und Jugendumweltbildung wurde der Verein „Hof Grummersort Landbau und Pädagogik“ in der Gemeinde Hude ausgezeichnet. Seit 1979 werde der Hof biologisch-dynamisch bewirtschaftet, so Margret Zimmermann, eine Mitbegründerin der Hofgemeinschaft. Neben der Grünlandwirtschaft gibt es eine Hofkäserei, eine Gärtnerei und eine Holzofenbäckerei. In den 80-er Jahren startete man mit dem Gartenbau-Unterricht der Waldorfschule. Seitdem sind regelmäßig Schulklassen zu Gast. „Allein im letzten Jahr waren es 72“, so Marlies Martensen, die für den Verein die Gruppen betreut. Das Preisgeld von 400 Euro solle in die pädagogische Arbeit fließen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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