HATTERWüSTING Zwei verdiente Bankleiter, die stets für ihre Kunden und Mitarbeiter da gewesen sind, sich für den Erfolg ihrer Bank eingesetzt, Chancen und Risiken richtig bewertet und so ihr Unternehmen nach vorne gebracht haben – so charakterisierte Verbandsdirektor Rainer Backenköhler vom Genossenschaftsverband Weser-Ems die Vorstandsmitglieder der VR Bank Oldenburg Land West, Erich Heiken und Gerd Rosenbohm, die mit Erreichen des 60. Lebensjahres in die passive Phase der Altersteilzeit verabschiedet wurden. Mehr als 150 Gäste hatten sich dazu am Mittwochabend im Dorfkrug Meiners in Hatterwüsting zu einer Feier eingefunden, die musikalisch vom Blockflötenorchester Wardenburg unter Leitung von Elmar Flore umrahmt wurde.

Vorstandsmitglied Peter Bahlmann skizzierte zunächst den Lebensweg Heinkens, der eigentlich Förster werden wollte, nach dem Besuch der Handelsschule am 1. April 1964 bei der Raiffeisenbank Ganderkesee seine Lehre begann, nach dem Wehrdienst ab 1969 die Geschäftsstelle Adelheide leitete und im Dezember 1971 die Leitung der Zweigstelle Delmenhorst übernahm. Mitte der 70-er Jahre erfolgte der Abschluss als Bankfachwirt, 1984 der als Diplom-Bankbetriebswirt.

Am 1. Juli 1985 wurde Heiken zum Vorstand der Raiffeisenbank Großenkneten berufen, nach Bahlmanns Worten ein „sinkendes Schiff“, das kurz vor der Pleite stand. Heiken habe jedoch die Ärmel hochgekrempelt und das Schiff wieder flott bekommen. 1999 folgte die Fusion mit der Volksbank Ahlhorn, 2007 die mit der Raiffeisenbank Hatten-Wardenburg.

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Richard Oldewurtel würdigte seinen Vorstandskollegen Rosenbohm, der (ursprünglicher Berufswunsch: Maurer und darauf aufbauend Architekt) auf Drängen seines Vaters am 1. April 1965 eine Lehre bei der Bremer Landesbank in Oldenburg begann, 1973 zur Raiffeisenzentralbank wechselte und am 1. April 1986 bei der Raiffeisenbank in Sandkrug als Vorstand „anheuerte“. Er habe sich sein Vertrauen hart erarbeitet, lobte Oldewurtel und erinnerte an den mit der Gemeinde Hatten abgeschlossenen Grundstückserschließungsvertrag für neue Wohngebiete in Sandkrug. 1997 kam die Fusion mit der Volksbank Huntlosen, 2002 die mit Wardenburg, dieses Jahr kam Ahlhorn-Großenkneten dazu. „Wir sind gut aufgestellt“, so Oldewurtel, der den offenen und ehrlichen Umgang mit Rosenbohm lobte.

Regionaldirektor Diethard Dehnert von der DZ Bank Frankfurt lobte die langjährige, gute, faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit beiden Bankleitern. Beide hätten sich vom Banklehrling zum Vorstand hochgearbeitet, dauerhaft Leistung gezeigt und als Führungskräfte Bodenhaftung behalten. „Ihr könnt guten Gewissens von Bord gehen“ schloss Dehnert seine Laudatio.

„Angenehm, kompetent und hilfsbereit“ nannte Jürgen von Seggern als Sprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft der genossenschaftlichen Banken seine beiden Kollegen. Sie hätten Veränderungen mit angestoßen und an ihnen prägend mitgewirkt: In den 70-er Jahren habe es im Landkreis Oldenburg noch 18 selbstständige Banken gegeben, heute seien es nur noch fünf.

reimend und singend (nach dem Freddy-Quinn-Schlager „Schön war die Zeit“) mit allerlei Anspielungen auf Ereignisse und Eigenheiten verabschiedeten sich die Bankmitarbeiter von ihren Chefs.

Heiken, der übrigens 1984 einen Überfall mit Schusswaffengebrauch erlebt hat, will als Ruheständler die Jagdeignungsprüfung ablegen, den Garten verschönern, reisen und sich den Enkeln widmen. Auch Rosenbohm, Sportschütze, Kartenspieler, Wohnmobilist und Naturliebhaber, wird es sicher nicht langweilig werden.

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Matthias Kosubek
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