Ganderkesee /Delmenhorst Es ist nur eine kleine Randnotiz, aber die könnte von großer Wirkung sein: In der Liste der Straßenbauprojekte, die das Land Niedersachsen Ende Juni für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet hat (die NWZ  berichtete), ist auf Seite fünf die Maßnahme „B 212/Verlängerung von Harmenhausen bis zur Landesgrenze Bremen/Niedersachsen“ mit einer Fußnote versehen. Und deren Erläuterung hat es in sich: „Ohne Anschluss an L 875“, heißt es da nämlich weiter unten.

Was das bedeuten könnte, erläutert Christian Budde, Pressesprecher von Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies: Man wolle prüfen, ob möglicherweise auf eine Anbindung der B 212neu an die Landesstraße nördlich von Delmenhorst verzichtet werden kann. Kein Anschluss in Deichhausen, das hieße: deutlich niedrigere Verkehrsströme durch Delmenhorst – und damit ein dickes Fragezeichen hinter der bisher für unbedingt erforderlich gehaltenen Ortsumfahrung!

Für diese heftig umstrittene Entlastungsstraße prüft die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bekanntlich zurzeit mehrere Varianten, die überwiegend auf Ganderkeseer Gemeindegebiet verlaufen. Nun spricht Behördenleiter Joachim Delfs aber auch von der Möglichkeit einer „Nullvariante“: Bei einer „reduzierten Verknüpfung“ von B 212neu und L 875 im Norden Delmenhorsts, so Delfs am Donnerstag gegenüber der NWZ , könnte eine Ortsumfahrung eventuell überflüssig werden.

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„Reduzierte Verknüpfung“: Das wäre kein kompletter Verzicht auf eine Anbindung der neuen Bundesstraße an die Landesstraße, wie ihn das Ministerium mit der Fußnote andeutet. Delfs gebraucht den Begriff „verkehrsoptimierte Südvariante“ – mit Zu- und Abfahrt nur in und aus Richtung Wesermarsch. Damit spielt der Behördenleiter auf die verkehrsoptimierte Nordvariante an, die von der „IG B212neu/Freies Deich- und Sandhausen“ seit Jahren gefordert wird. Im Gegensatz zu den Kritikern sieht Delfs aber auch jetzt den bisher favorisierten südlichen Trassenverlauf der B 212neu nicht in Frage gestellt: „Das steht überhaupt nicht zur Disposition“, sagt er.

Möglicherweise aber doch: Im Hannoveraner Verkehrsministerium jedenfalls gibt es Bestrebungen, die Linienfindung für die neue Bundesstraße zu überprüfen. „Es wird sicher nicht die komplette Planung aufgerollt“, meint Sprecher Christian Budde, „aber wir wollen uns die Verkehrssituation in Delmenhorst und Ganderkesee noch einmal genau anschauen“.


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Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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