Uhlhorn „Unser Ansinnen ist es, das sinnvoll fortzusetzen, was wir 2001 begonnen haben“, so Heinrich Ahlers aus Uhlhorn. Damit meint er das Repowering-Vorhaben der vorhandenen drei Windkraftanlagen an der Bundesstraße 213 durch neue Windräder der dänischen Firma Vestas.

Zusammen mit Werner Kläner (Brettorf) und Dieter Osterloh (Immer) ist Ahlers gleichberechtigter Gesellschafter und Geschäftsführer der Windkraft Speyer Verwaltungs GmbH. Die drei Landwirte betreiben seit 2001 auf ihren Landflächen auf dem Speyer, wie der Landstrich heißt, an der Grenze zur Gemeinde Prinzhöfte drei Windenergieanlagen der Marke Vestas V 80. Nun sollen die Altanlagen durch neuere, modernere und leistungsfähigere Windräder des Typs V 126 ersetzt werden.

„Die alten Anlagen sind teilweise seit 17 Jahren in Betrieb. Nach 20 Jahren läuft der garantierte Einspeiseerlös ab. Außerdem ist seit diesem Jahr das neue Energieeinspeisegesetz (EEG) in Kraft getreten, nachdem nur noch im Bieterverfahren Windkraftgenehmigungen ausgesprochen und Räder installiert werden können. Da gibt es für uns kaum noch eine Chance“, erklärte Ahlers den Schritt. Deshalb beschäftigten sich die Landwirte schon 2014 gedanklich mit einer Modernisierung ihrer Windanlagen. „Gerade noch rechtzeitig haben wir Ende 2016 die Genehmigung zum Repowering nach dem alten EEG erhalten“, schilderte Ahlers. Damit gibt es für die Windkraft Speyer GmbH wieder Planungssicherheit für die nächsten 20 Jahre.

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Als 2001 die ersten drei Anlagen aufgebaut wurden, habe es Hilfe von allen Seiten gegeben. „Heute geht nichts mehr ohne ein Planungsbüro. Der Aufwand für eine Genehmigung ist riesig geworden. Für uns als Landwirte kaum noch zu bewältigen. Da braucht man professionelle Hilfe.“ Doch schließlich klappte alles noch bis zum Jahreswechsel. Inzwischen werden alle Vorbereitungen für den Aufbau der neuen Anlagen getroffen.

Mit dem vorbereitenden Wegebau ist am 25. August begonnen worden. Die vorhandenen Wege wurden für die Anfahrt der größeren Anlagen ertüchtigt. Mitte November sollen die Gründungsarbeiten für die drei Fundamente abgeschlossen sein.

Jeweils drei Standorte in der Nähe der bisherigen Mühlenstandorte sind für die Vestas V 126 mit einer Gesamthöhe von 200 Metern vorgesehen. Es handelt sich um die gleichen Mühlen wie im Bürgerwindpark Dötlingen. Die Nabenhöhe beträgt 136 Meter, der Rotordurchmesser zweimal 63 Meter. 3,3 Megawatt Leistung bringen die V 126. Zwei Megawatt an Leistung erbrachten die alten V 80-Mühlen, die verkauft werden. „Ein möglicher neuer Standort könnte in Kasachstan sein. Das entscheidet sich in absehbarer Zeit“, so Ahlers.

Nach dem Wegebau wird Anfang Oktober mit der Pfahlgründung begonnen. Jeweils 30 Viereckpfähle pro Fundament werden zunächst in den Boden gerammt. Das war Auflage für die neuen Anlagen. Darauf kommt dann das Flachfundament aus Beton und Stahlgeflecht.

„Zu Beginn 2018 geht es schließlich an das Aufstellen der Neuanlagen und die Demontage der drei V 80-Windanlagen. Bis Ende des ersten Quartals soll alles fertig sein“, zeigte Ahlers den Zeitplan auf.

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