SANDKRUG Nachdem der erweiterte Vorstand der TSG Hatten-Sandkrug am vergangenen Freitag die Einrichtung einer Kommission beschlossen, die einen Ausweg aus dem seit Monaten dauernden Streit um die Vereinsführung finden soll (die NWZ  berichtete), melden sich jetzt die Kassenprüfer des Vereins zu Wort.

Auf ihren Vorschlag hin hatten die Mitglieder auf der Hauptversammlung am 15. Juni zunächst nur dem Vorsitzenden Jens Büsselmann, und dann wegen rechtlicher Unklarheiten dem gesamten alten Vorstand die Entlastung verweigert. Im Vorfeld der Versammlung hatten die Kassenprüfer darüber hinaus wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten Anzeige gegen Büsselmann erstattet.

Mit der jetzt gefundenen Lösung sind die vier Kassenprüfer Volker Kasig, Hajo Woelke, Gerhard Menke und Wilfried Knieling nicht uneingeschränkt einverstanden: „Wir begrüßen die Bildung der Kommission und erhoffen uns schnelle und konstruktive Vorschläge, die zu einem arbeitsfähigen Vorstand führen, der den Verein in ruhiges Fahrwasser bringt“, schreibt Volker Kasig im Namen der Gruppe und fährt fort:

„Die Bildung dieser Kommission wäre aber gar nicht erst nötig gewesen, hätte der Vorstand den Willen der Mitgliederversammlung vom 15. Juni – auf welcher der 1. Vorsitzende seine Abwahl nur mit Mühe verhindern konnte (die NWZ  berichtete) – nach einem neuen Termin am 5. Juli ordentlich umgesetzt“, so die Kassenprüfer weiter.

Diese Mitgliederversammlung sei aber vom Vorstand kurzfristig und vor allem ohne Angabe konkreter und nachvollziehbarer Gründe wieder abgesagt worden. „Wir bedauern es ausdrücklich, dass die Vereinsmitglieder erst mehr als ein Vierteljahr später, nämlich am 27. September, Gelegenheit haben sollen, über einen neuen Vorstand abzustimmen“, schließen die Kassenprüfer in ihrer Stellungnahme.

Tatsächlich hatte es nach NWZ -Informationen hinter den Kulissen weit fortgeschrittene Gespräche zwischen den Mitgliedern beider Streitparteien gegeben, die die Wahl eines Vorstandes ohne Beteiligung von Jens Büsselmann am 5. Juli möglich gemacht hätte.

Nach seinen Informationen seien diese Gespräche nur oberflächlich gewesen, sagte dagegen Hartmut von Bronk am Mittwoch gegenüber der NWZ. Auch vertrat er – wie der amtierende Vorstand in seiner Absage der für den 5. Juli geplanten Versammlung – die Auffassung, dass diese Versammlung nicht satzungskonform zustande gekommen und nicht beschlussfähig gewesen wäre. Wie von Bronk weiter mitteilte, soll neben ihm und dem Mediator Professor Horst Zilleßen auch Anton Lührs der geplanten Kommission angehören, ein erstes Treffen sei für den kommenden Freitag geplant.

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Für Irritationen sorgten unterdessen Aussagen von Jens Büsselmann bei der erweiterten Vorstandssitzung am vergangenen Freitag zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Büsselmann habe durch Zitate aus Aktenvermerken den Eindruck zu erwecken versucht, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stünden vor der Einstellung, erklärte am Mittwoch Hajo Woelke, der als Leiter der Volleyballabteilung an der Sitzung teilgenommen hatte.

Dieser Darstellung habe er widersprochen, da nach dem Kenntnisstand der Kassenprüfer vom Freitag die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft keinen neuen Stand erreicht hatten. Auf Nachfrage der NWZ bestätigte auch Frauke Wilken, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg, dass die Ermittlungen bei der TSG Hatten-Sandkrug andauern.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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