Hude Wenn sich das Gedächtnis nach und nach verabschiedet, sind Angehörige von Demenzkranken, die diese zu Hause pflegen, sehr stark gefordert. Oft wird das, was sie tagtäglich im Umgang miteinander erleben, auch schnell zu viel. Die Grenzen der körperlichen und seelischen Belastbarkeit sind überschritten.

Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass man nicht allein ist, sondern Hilfe bekommen kann. Die AOK und die Diakonie-Sozialstation bieten seit Jahren spezielle Kurse für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten an. Die Nachfrage ist groß. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass es in diesen Kursen, die für Versicherte aller Kassen umsonst angeboten werden, viele Tipps gibt.

Der nächste Kursus startet am Montag, 15. Februar, in der Diakonie-Sozialstation in Hude. Vier Montage, jeweils 16 bis 18 Uhr, sind vorgesehen.

Der Kursus soll pflegenden Angehörigen vor allen Dingen Mut machen, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Ganz wichtig ist der Austausch in einer solchen Gruppe mit anderen Betroffenen.

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Die Pflegefachkräfte geben viele praktische Tipps. Demenz ist mittlerweile auch stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Man gehe offener damit um, wie Pflegefachkraft Grit Morbitzer von der AOK feststellt. Und mittlerweile gibt es auch Verbesserungen, was die finanzielle Unterstützung durch die Pflegekassen angeht. Weitere werden im nächsten Jahr folgen. „Schon in diesem Jahr gibt es Änderungen, die zu mehr Leistungen für die Pflege von Demenzerkrankten führen“, sagt Imke Högermann vom AOK-Servicezentrum Delmenhorst. Darüber wollen die Referentinnen die Kursteilnehmer aufklären.

„Die Leute sind allgemein mit dem Thema überfordert“, stellt Elisabeth Loch, Pflegedienstleiterin der Diakonie in Hude, immer wieder fest. Deshalb seien auch diese Kurse so wichtig. Elisabeth Loch nimmt die Anmeldungen unter Telefon  0 44 08/6 07 07 entgegen.

Haben viele Tipps zur Pflege: Elisabeth Loch (v. l.), Grit Morbitzer und Imke Högermann. ArchivBILD: Klaus Derke
Haben viele Tipps zur Pflege: Elisabeth Loch (v. l.), Grit Morbitzer und Imke Högermann. BILD: Klaus Derke

BALD AUCH Erste-Hilfe-Kurse SPEZIELL FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE

Ein neues Angebot möchte die AOK jetzt allen pflegenden Angehörigen machen: Und zwar ist geplant, etwa zweistündige Erste-HilfeKurz-Kurse anzubieten, die sich speziell an Menschen wenden, die Angehörige zu Hause pflegen. In diesen Kursen soll es ganz speziell darum gehen, was zum Beispiel zu tun ist bei Schlaganfall, Herzinfarkt, Überzuckerung und Austrocknung. Oder auch bei Stürzen, die schnell schon mal passieren können. „Manche Angehörige sind völlig verunsichert“, weiß Grit Morbitzer von der AOK. Viele trauen sich nicht, bei einem Notfall den Rettungsdienst zu rufen. In dem kleinen Kursus soll vor allem auf solche Dinge eingegangen werden. „Wir wollen einfach die Angst nehmen“, so Morbitzer. Ein erster Kursus startet am 15. April im Seniorenzentrum Wüsting (Telefon  0 44 84/95 70 10), weitere Kurse sollen in der Diakonie-Sozialstation in Hude (Telefon  0 44 08/6 07 07) und auch bei der Diakonie in der Ortschaft Wardenburg (Telefon  0 44 07/22 78) angeboten werden.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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