Wüsting Einen lebendigen amerikanisch Wüstenbussard und präparierte Waldtiere aller Art bekommt man nicht jeden Tag zu sehen. Auch nicht die Bewohner des Seniorenzentrums in Wüsting. Wenn beides dann noch an einem Tag passiert, ist einiges los.

Morgens kam der Hegering Wüsting mit ausgestopften Tieren, dazu waren Kinder der ersten und zweiten Klassen der Grundschule Wüsting im Seniorenzentrum zu Gast.

Treffen der Generationen

Nicole Punschke vom Betreuungsteam des Seniorenzentrums, erklärte, wie es zu dem Zusammentreffen kam: „Wir wollen generationenübergreifende Begegnungen fördern, die Bewohner haben viel Spaß daran, die Kinder beim Spielen zu beobachten.“

Auch für die Schüler war der Besuch ein tolles Erlebnis: „Die Tiere haben ein sehr weiches Fell und ich habe sie gerne gestreichelt“, berichtet die siebenjährige Fenja.

Das Ganze hat auch einen Lernaspekt: „Wir betrachten dies als außerschulischen Lernort und haben bereits einen Waldtag gehabt, nun können die Kinder die Tiere hautnah erleben“, sagt Lehrerin Sonja Gerlach.

Hegeringleiter Kurt Maas erklärte den Kindern sowie den Bewohnern einiges über die Tiere: „Bei den Kindern geht es darum, natürliche Zusammenhänge aufzuzeigen, die Heimbewohner sollen an eigene Erlebnisse erinnert werden“, erklärt Maas.

Bewohner Herbert Krinke blickte auf seine Kindheit in Schlesien zurück: „Dort gab es viele Hirsche im Wald, das Röhren konnte man damals kilometerweit hören.“

Weitere generationenübergreifende Veranstaltungen sind geplant: „Wir versuchen, mindestens dreimal im Jahr mit Grundschülern oder Kindergartenkindern zusammenzukommen“, sagt Punschke.

Nachmittags überraschte Noah Rönisch aus Wüsting die Bewohner mit seinem amerikanischen Wüstenbussard. Der 16-Jährige trug den Greifvogel auf seinem linken Unterarm. Wer sich traute, durfte den einjährigen „Dakota“ sogar streicheln. Die Senioren wollten wissen, wie er zu dem Hobby gekommen ist, schließlich ist er für einen Falkner noch relativ jung.

Von Flugschau fasziniert

„Ich war früher dabei, wenn mein Opa jagen gegangen ist. Vor zwei Jahren habe ich eine Flugschau im Tierpark in Hannover gesehen und mich anschließend nach einer Falknerschule umgesehen“, berichtete Rönisch. In Ganderkesee wurde er fündig und besitzt jetzt den Falknerschein. Er erklärte den Bewohnern die Besonderheiten des Vogels und ließ ihn schließlich auch fliegen.


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Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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