Die Schilddrüse ist vielen ein Begriff durch die Bezeichnung „Kropf, Schilddrüsenüber- oder -Unterfunktion“. Die gesunde Schilddrüse bleibt unbemerkt, sie ist nicht zu tasten, sie schmerzt nicht und produziert, ohne dass wir es wahrnehmen, die für den Körper lebenswichtigen Schilddrüsenhormone (Thyroxin, Trijodthyronin).

Die Schilddrüse liegt vorne am Hals vor der Luftröhre, der Speiseröhre und vor dem Kehlkopf. Sie besteht aus dem rechten und dem linken Lappen sowie dem Isthmus (die Verbindung zwischen den beiden Lappen). Das Volumen der Schilddrüse liegt bei bis zu 18 ml bei der Frau und bis 25 ml beim Mann.

Erste Hinweise auf eine Erkrankung der Schilddrüse lassen sich oft bei der Erhebung der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung feststellen. Zum Beispiel bei der Gesundheitsuntersuchung durch den Hausarzt. Hierbei wird auch die Halsregion inspiziert und abgetastet. Dabei kann schon der Verdacht auf eine Vergrößerung des Organs gestellt werden. Falls sich Auffälligkeiten ergeben, wird als nächster Schritt eine Bestimmung eines Schilddrüsenhormons (genauer des schilddrüsenstimulierenden Hormons TSH) aus dem Blut veranlasst.

Zusätzlich sollte dann auch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse erfolgen. Die Ultraschalluntersuchung ist harmlos und kann ohne weitere Vorbereitung durchgeführt werden. Die Untersuchung wird meist im Liegen, seltener im Sitzen mit einem entsprechend geeigneten Ultraschallgerät durchgeführt.

Ein häufiger Befund ist eine vergrößerte Schilddrüse mit oder ohne Nachweis von Knoten. Falls Knoten im Ultraschall nachgewiesen werden, kann oft schon eine Einteilung in wahrscheinlich gutartige Befunde wie zum Beispiel eine Zyste (flüssigkeitsgefüllter Hohlraum) oder weiter abklärungsbedürftige Befunde erfolgen. Für die weitere Abklärung kann eine ergänzende Blutuntersuchung, eine Schilddrüsenpunktion oder auch ein Schilddrüsenszintigramm erforderlich sein. Eine Schilddrüsenpunktion wird mit einer Kanüle und Spritze unter Ultraschallkontrolle durchgeführt.

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Teilweise ist auch ein Schilddrüsenszintigramm erforderlich: es handelt sich um eine Untersuchung, bei der ein schwach radioaktiver Stoff (Technetium) in die Vene gespritzt wird. Dieses Technetium reichert sich in der Schilddrüse in unterschiedlichem Muster an, was mit Hilfe einer speziellen Kamera sichtbar gemacht wird.

Die Therapie der Schilddrüsenkrankheit ergibt sich aus den gesamten erhobenen Befunden. Die Empfehlung kann z.B. aus einer jodreichen Ernährung, regelmäßigen Ultraschallkontrollen, einer Therapie mit jodhaltigen- und/oder Schilddrüsenhormonhaltigen Medikamenten reichen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden zunächst schilddrüsenblockierende Medikamente eingenommen. Manchmal wird aber auch zu einer Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie geraten.

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