HOYKENKAMP Es kann eine große Chance für das kleine Werk sein: Sollte es tatsächlich gelingen, den „Personenlift der Zukunft“ zu entwickeln, dürfte die Produktion in Hoykenkamp schnell auf volle Touren kommen.

MBB/Palfinger ist Mitglied eines Konsortiums, das im Auftrag der EU nach Wegen sucht, die Mobilitätsbedingungen in Europa im Interesse der Barrierefreiheit zu verbessern. Künftig sollen nach Möglichkeit alle Menschen in die Lage versetzt werden, öffentliche Verkehrsmittel ohne fremde Hilfe zu benutzen.

Während bei Omnibussen das Problem weitestgehend gelöst ist, blieb die Schnittstelle Bahn/Bahnsteig eine mehr oder weniger große Barriere. In Europa gibt es zwar diverse Lösungsansätze, aber sie sind selten übertragbar auf andere Regionen. Und die EU-Vorgabe, dass behinderte Menschen künftig öffentliche Verkehrsmittel ohne fremde Hilfe nutzen können sollen, erreicht keines der derzeit auf dem Markt befindlichen Systeme.

Doch nun soll die in vielen nationalen Gesetzen und in der Anti-Diskriminierungsrichtlinie der EU genannte Forderung nach Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr endlich technisch umgesetzt werden. „Die Anforderungen sind sehr hoch. Das ist eine richtige Herausforderung für uns“, weiß Dennis Behnken, der bei MBB/Palfinger das Projekt betreut, dass längst noch nicht feststeht, ob es überhaupt eine praktikable technische Lösung gibt.

Das Werk in Hoykenkamp übernimmt das größte Arbeitspaket des Projektes, das von der EU mit insgesamt knapp zwei Millionen Euro alimentiert wird. Im Herbst 2012 sollen zwei Prototypen zur Verfügung stehen, die dann in Deutschland in einen neuen Zug und in Kroatien in ein älteres Modell eingebaut werden und sich in der Praxis bewähren müssen.

MBB/Palfinger hat bereits einen Ideenwettbewerb unter Studenten ausgeschrieben. Bei den 38 Rückläufern seien durchaus interessante, innovative Vorschläge dabei, sagte Behnken.

Wenn die eigentliche Entwicklungsarbeit beginnt, werden daran zeitweise bis zu zehn Ingenieure von MBB/Palfinger beteiligt sein. Und falls das Projekt ein Erfolg wird, dürften in der Produktion noch etliche weitere positive Effekte hinzukommen.

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von MBB/Palfinger umfasst Hub­ladebühnen, Vertikallifte und Einstiegshilfen. Die Ladebühnen für Lkw sind bislang der größte Geschäftszweig.

des Personenlifts könnte ein profitables Geschäftsfeld erschlossen werden. Das Projekt wird von der TU Wien wissenschaftlich begleitet.

Wolfgang Loest Redaktionsleitung / Redaktion Ganderkesee
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