WILDESHAUSEN „Trojaner müssen draußen bleiben“, steht vor der Tür des EDV-Raums im Gymnasium Wildeshausen. Doch die rund 70 „Eindringlinge“, die hier an den Tischen sitzen oder sich aus Platzmangel an die Wand lehnen, sind herzlich willkommen. Die Grafiker und Designer Stefan Iken und Hendrik Dierßen referieren über ihren Beruf. Die Palette der Fragen reicht von der Ausbildung bis zu den Karrierechancen. „Das war sehr interessant“, sagt anschließend Deborah Henkels (14) aus Harpstedt, die bis vor wenigen Minuten noch Schauspielerin werden wollte.

Fast 500 Schülerinnen und Schüler nutzen am Freitagabend die Chance, um beim Berufsinformationsabend, den das Gymnasium und der Rotary-Club Wildeshausen zum vierten Mal gemeinsam anbieten, Tipps aus erster Hand zu erhalten. 35 Referenten berichten praxisnah aus 16 Berufsfeldern. Die Spannbreite reicht von A wie Architekt Ulrich Hock (Bremen) bis Z wie Zahnarzt Dr. Christian Steinkamp (Wildeshausen). Seit Jahren schärfe die Schule ihr Profil in der beruflichen Orientierung, sagt der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Däubler bei der Eröffnung im Forum, mit Rotary-Präsident Heinz Brüggemann an seiner Seite. Organisiert wird die Veranstaltung von Lehrer Johann Strudthoff und Rotarier Karsten Rubbert.

Nicht nur Medien-Berufe sind gefragt: Auf große Resonanz stoßen auch Vorträge zu Natur- und Ingenieurwissenschaften, zu Lehramt und Hochschule oder zu kaufmännischen Berufen. In Raum 002, dort wo sonst die Klasse 6b zu Hause ist, machen Anwalt Dr. Volker Pickart und Richter Hendrik Otterstedt die Juristerei schmackhaft. „Nutzt die Chance eines Auslandsaufenthalt“, meint Otterstedt, der schon in San Francisco gearbeitet hat. Nebenan lassen sich Fluglotse Holger Fink und Lufthansa-Pilot Wolf Heise „löchern“: „Haben Frauen eine Chance?“, will Leonie Mentrup (18) aus Harpstedt wissen. Oder: „Ist der Einstellungstest schwer?“ Der 44-jährige Flugkapitän bleibt keine Antwort schuldig: „Es reicht nicht, nur in Mathe super-fit zu sein. Man muss über die gesamte Bandbreite gute Leistungen zeigen.“ Nach drei Vortragsrunden à 30 Minuten zeigen sich die meisten zufrieden. „Ich will ins Lehramt für Englisch und Politik, oder eventuell Jura studieren“, sagt Saskia Löding (19) aus Aschenstedt.

Swantje Panschar (17) aus Wildeshausen informiert sich bei den Naturwissenschaften. Sie liebäugelt mit einem Medizinstudium. Artjom Baranow (20) schwankt zwischen Ingenieur und Architekt. Und bei Getränken und Häppchen, vorbereitet vom Team der gut 20 Streitschlichter mit Lehrerin Monika Terfehr an der Spitze, werden auf dem Flur die Gespräche fortgeführt.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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