Harpstedt /Beckeln Von fünf Potenzialflächen für künftige Windparks gehen voraussichtlich drei unverändert in die öffentliche Auslegung des Entwurfes für eine Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde. Zwei Teilflächen werden um einen geringen Teil kleiner als ursprünglich von den Planern der Firma Plankontor aus Oldenburg vorgestellt. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses der Samtgemeinde.

Unverändert bleibt ein Gebiet mit der Nummer 16.1 in Groß Ippener, ebenso wie eine Fläche, die den bestehenden Windpark in Spradau erweitert. Leichte Änderungen gibt es dagegen an einer Fläche in Prinzhöfte, links und rechts der Autobahn 1, die dreigeteilt ist in die Bereiche 16.2, 16.3 und 16.4.

Wohnhaus übersehen

Hier mussten bestehende und geplante Rastanlagen an der A1 nachträglich berücksichtigt werden, ebenso wie ein Wohnhaus, das die Planer zunächst übersehen hatten.

Das erläuterte Planer Hans Meyer vom Büro Plankontor am Donnerstagabend im Gasthaus Beneking in Beckeln vor Mitgliedern des Bau-, Umwelt und Planungsausschusses und zahlreichen Einwohnern der Samtgemeinde und auch aus Nachbargemeinden.

Empörte Reaktionen

Trotz empörter Reaktionen aus den Zuschauerreihen sprach sich der Ausschuss – bei einer Enthaltung – einstimmig dafür aus, den Abwägungen der Planer zu den Stellungnahmen von Behörden und Bürgern zu folgen. Bei einer Gegenstimme von Wolfgang Krössing stimmte der Ausschuss dafür, den veränderten Entwurf öffentlich auszulegen, damit Bürger und Institutionen noch einmal die Gelegenheit haben, dazu Stellung zu nehmen.

Einen großen Teil der mehr als dreistündigen Sitzung hatten die Erläuterungen von Hans Meyer zu diesen Stellungnahmen in Anspruch genommen, einen weiteren Teil die Vorstellung der Ergebnisse der avifaunistischen Untersuchung. In diesem Teil hatte Diplom-Biologe Volker Moritz vorgestellt, welche Bedeutung die Potenzialflächen für Brutvögel, Gastvögel und Fledermäuse haben.

Obwohl einige der Potenzialflächen für manche Tierarten eine relativ hohe Bedeutung haben, ergab sich kein weiterer Änderungsbedarf – weder aus Sicht der Planer noch aus der Sicht der Ausschussmitglieder. Ob auch der Landkreis als Naturschutzbehörde das so sieht, wird sich nach der öffentlichen Auslegung der Pläne zeigen.

Krössing dagegen

Lediglich Wolfgang Krössing erklärte sich als genereller Gegner von Windkraftanlagen an Land und warnte, mancher seiner Ausschusskollegen werde seine Entscheidung einst bereuen. Man habe zwar viel über Landschaftsbild und Vogelwelt gehört, die Menschen seien aber noch nicht zu Wort gekommen.

Rolf Ranke brachte ins Gespräch, zumindest im Fall einer Familie einen größeren Abstand zum nächsten möglichen Windrad vorzusehen – musste sich aber von Hans Meyer erklären lassen, dass es sich beim Flächennutzungsplan eben um pauschale Regelungen handele – alles Weitere müsse im nächsten Schritt in den Bebauungsplänen geregelt werden. Dieser Hinweis fiel auch im Zusammenhang mit mehreren Stellungnahmen von Privatleuten, ebenso wie der Hinweis, mit der jetzt folgenden öffentlichen Auslegung beginne erst die eigentliche Phase der Bürgerbeteiligung.

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Besonders Klaus Budzin (SPD) rief die Bürger auf, ihre Einwände und Stellungnahmen dann auch zu formulieren.

Weitere Luftaufnahmen aus der Region finden Sie auf Luftbildblogger.de.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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